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Kampf gegen Geisterfahrer: Verkehrsminister will Betonwände vor Ausfahrten aufstellen

So wie auf dieser vom Verkehrsminister höchstpersönlich erstellten Fotomontage soll die Mauer auf der Ausfahrt in etwa aussehen.


Berlin (EZ) | Jedes Jahr verursachen Geisterfahrer hunderte Unfälle. Jeder sechste endet dabei tödlich. Nun hat das Verkehrsministerium ein Konzept vorgestellt, das Falschfahren zukünftig unmöglich machen soll: Vor sämtlichen Autobahnausfahrten sollen Betonwände aufgestellt werden.

„Die Ursache für 99 Prozent aller Geisterfahrer ist, dass sie versehentlich falsch abbiegen und statt auf eine Einfahrt auf eine Ausfahrt fahren“, heißt es in einer heute Vormittag veröffentlichten Erklärung. „Ist man erst einmal auf der falschen Spur, gibt es kaum ein Zurück.“



Seit Jahren bereits feilen Experten an einer Möglichkeit, die Zahl der Geisterfahrer zu reduzieren. Der jetzige Vorschlag kam von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). „Ich dachte mir, wenn Schilder allein schon nicht helfen, gibt es nur eine einzige Lösung, das Problem zu beseitigen: Eine große schwere Betonwand, die potenziellen Falschabbiegern signalisiert: Hier geht es nicht lang.“

Scheuer brachte sein Erstaunen darüber zum Ausdruck, dass nicht schon viel früher jemand auf diese „bahnbrechende Idee“ kam. Sie sei naheliegend, effektiv und „im Grunde genommen kaum zu toppen.“ Er sei überzeugt, die Zahl der Geisterfahrer auf diese Weise „um 100 Prozent“ zu reduzieren.

Erste Test-Wände sollen noch in diesem Jahr auf den Ausfahrten der A9, A10 und A11 im Osten der Bundesrepublik aufgestellt werden. Erste Ergebnisse werden für Ende 2019erwartet.

(JME/Foto: Betonblock: „Ecology Block-2“ von Shakespeare – http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Ecology_Block-2.jpg. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons. Autobahn: „A1 Walserberg 2“ von User:My FriendEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons)

Erstmals veröffentlicht am 26.01.2016

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