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Novum: Erste Bundesligasaison ohne HSV-Witze gestartet


Hamburg/Frankfurt (EZ) | 25. August 2018 | Gestern Abend eröffnete die Partie Bayern gegen Hoffenheim die 56. Bundesligaspielzeit. Diese Saison wartet mit einer gewaltigen Änderung auf, von der noch keiner weiß, wie die Fans sie aufnehmen werden: erstmals wird es keine Witze und Spitzfindigkeiten über den HSV geben. 

Schon in den letzten Jahren mussten die Fans einiges ertragen: Frauen als Schiedsrichter, die Torkamera, der Videoassistent und nicht zuletzt RB Leipzig. Was nun aber den vielen Fußballfreunden in Deutschland zugemutet wird, gilt als größter Einschnitt – schließlich verbanden die ständigen Witze, der Hohn und der Spott sowie allgemeines Geplauder über den Hamburger Sportverein selbst die verfeindetsten Fanlager in der Bundesliga.



„Tja, als ich davon erfuhr, war das schon ein Schock“, sagt Dortmund-Fan Thorsten Schulze. „Seit 1992 verfolge ich die Liga, bin so oft es geht im Stadion und gucke mir alles im TV an, was es so gibt.“ Dabei nahm vor allem in den letzten Jahren der regelmäßige Austausch über den HSV einen großen Stellenwert ein. „Das wird schon eine Zäsur, wenn es das nun nicht mehr gibt.“

Viele Fans realisieren erst jetzt, was auf sie zukommt. „Ach du meine Güte, stimmt ja!“, fährt es aus einem Stuttgart-Anhänger heraus, als unser Reporter ihn auf die schwerwiegende Änderung anspricht. „Und jetzt? Da entsteht ja eine riesige Lücke!“ Die Hoffnung der Ligaverantwortlichen, dass ein anderer Verein den Witze-Platz des HSV annehmen wird, wird sich so schnell nicht erfüllen. „Wer soll das sein? Bremen? Augsburg? Nee nee, so ein Status muss ja auch erarbeitet werden!“

Erste Stimmen werden laut, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) diesen Eingriff in die deutsche Fankultur schnellstens korrigieren soll. Aber schon der Vergangenheit zeigte sich, dass die DFL keinerlei Rücksicht auf die Fans nimmt.

(JPL)

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