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Nächste Eskalation: Jetzt droht Seehofer mit dem Verbleib im Amt!

2. Juli 2018 ·

Berlin (EZ) | 2. Juli 2018 | Innenminister Horst Seehofer hat den Tag genutzt, um noch ein Mal logisch nachzudenken. Er und seine Berater kamen überein, dass die deutlich größere Drohung wäre, wenn er seinen Posten behalten wollte.

In einem Interview, das just vor wenigen Augenblicken veröffentlicht wurde, hat Seehofer der Kanzlerin offen mit seinem Verbleib im Amt des Innenministers gedroht. “Wenn sie jetzt nicht einlenkt und meine Forderungen erfüllt”, so der CSU-Chef nachdrücklich, “dann bleibe ich im Amt. So einfach ist das.” Er präzisierte gar noch und sagte, er werde erst recht Innenminister bleiben, wenn sie seine Forderungen “voll und ganz” erfüllen sollte.

Und das nur einen Tag, nachdem Angela Merkel und der Rest der Republik endlich ein Licht am Ende des wochenlangen Streits mit Seehofer sah: Gestern Nacht machte die Nachricht die Runde, dass Seehofer von seinen Ämtern zurücktreten könnte. “Das wäre zwar vielleicht kein einfacher Schritt und würde etwas Arbeit nach sich ziehen”, so ein Vertrauter der Kanzlerin. “Aber mal ehrlich: Uns kam das nicht wie eine Drohung vor.”

So wie dem Kanzleramt ging es vielen Menschen. Die Aussicht, endlich eine Bundespolitik ohne Seehofer erleben zu können, hat das Land geradezu beflügelt. Im ganzen Land fühlten sich die Menschen heute freier und fröhlicher.

Strategen der CSU erkannten das Missgeschick und versuchten noch in der Nacht, ihren Chef von seinem Fehler zu überzeugen. “Ein Rücktritt Seehofers ist nichts, was irgendwem Angst einjagt”, hieß es in einem Papier. Seehofer und sein Gefolge nutzten denn auch den Tag, um genauer nachzudenken.

Schlussendlich muss Angela Merkel nun also mit der ungeheuerlichen Drohung Seehofers, Innenminister bleiben zu wollen, umgehen. Beobachter sind sich einig, dass Deutschland nun vor der schwersten Krise seiner Geschichte steht.

(JPL/Foto: By FreudOwn work, CC BY-SA 3.0, Link)


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