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„Ich hatte 70 Prozent gefordert!“ – Erdogan entlässt Wahlmanipulations-Team


Ankara (EZ) | Bei der gestrigen Parlamentswahl in der Türkei musste sich die AKP mit nur 42,6% der Stimmen zufrieden geben, bei der gleichzeitigen Präsidentschaftswahl holte Amtsinhaber Erdogan lediglich knapp 53% – geplant waren aber jeweils mindestens 70 Prozent. Aus diesem Grunde entließ der Präsident kurzerhand sein Wahlmanipulations-Team.

„Es hätte alles deutlich entspannter ablaufen sollen“, so der türkische Präsident gegenüber ausgewählten Staatsjournalisten. „Ich habe meinen Mitarbeitern über Wochen hinweg deutlich gemacht, dass ich diese Wahlen mit jeweils mindestens 70% gewinnen möchte.“



Dafür habe er sich eigens eine Gruppe aus renommierten und erfahrenen internationalen Wahlmanipulationsexperten ins Boot geholt, die in der Vergangenheit bereits erfolgreich Wahlausgänge geschickt gefälscht haben – „auch im Ausland“, wie Erdogan betonte.

Dass es nun dennoch denkbar knapp wurde, sei so nicht geplant gewesen. „Ich musste ja richtig zittern“, so Erdogan sichtlich empört. „Was wollten die damit erreichen? Dass es so aussieht, als seien das richtige, fair ablaufende Wahlen, oder was?“ Nun muss sich die AKP sogar einen Koalitionspartner ins Boot holen, damit das Parlament zumindest noch den Anschein einer demokratischen Insitution wahrt. „Was für ein unnötiger Aufwand!“

Der türkische Präsident habe bereits die Konsequenzen aus der Wahlnacht gezogen. Kurzerhand entließ er das gesamte Wahlmanipulations-Team. „Auch wenn das hier gerade nochmal gut ging, aber nochmal brauche ich sowas nicht… ach, brauche ich ja ohnehin nie wieder. Hahaha“, so Erdogan abschließend.

(JPL/Foto: By Cancillería del Ecuador Follow – FlickrCC BY-SA 2.0, Link

Erschien so ähnlich schonmal im April 2017.

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