Mann im Mond gestorben: Erdtrabant bleibt zukünftig dunkel

Mond (EZ) | 23. Mai 2018 | Piotri Czajkowski ist tot. Der bekannte Mann im Mond, der seit 72 Jahren für das beliebte nächtliche Licht im Erdtrabanten sorgte, verstarb am heutigen Morgen im Alter von 94 Jahren. Er hinterlässt eine große Dunkelheit.

Czajkowski wurde am 12. April 1924 in der polnischen Stadt Kielce geboren. Bereits in jungen Jahren träumte er von einem großen Licht am Himmel, das ihm die dunklen Nächte ein wenig erhellen sollte.



Am 3. Februar 1946 erfüllte er sich schließlich seinen Kindheitswunsch. Mit einem selbst gebauten Raumschiff flog er als erster inoffizieller Mensch auf den Mond und errichtete eine riesige Leuchtstation, die fortan dafür sorgte, dass die Menschen auf der Erde nachts mit genügend Licht versorgt wurden.

Jeden Abend schaltete er dafür den Lichtschalter auf dem Mond ein und am darauffolgenden Morgen wieder aus. „Es ist ein Traumjob“, sagte Czajkowski einmal. „Ich mache den Menschen, vor allem vielen kleinen Kindern, die sich in der Dunkelheit fürchten, auf der ganzen Welt eine Freude. Was kann es schöneres geben?“

Einsamkeit verspürte er dabei nicht. „Ich war immer schon ein eher in sich gekehrter Mensch. Und die besten Unterhaltungen führe ich ohnehin mit mir selbst.“ Essen bekam er einmal pro Jahr in größeren Mengen geliefert. Wasser besorgte er sich selbst „Gibt ja reichlich hier auf dem Mond. Weiß nur irgendwie keiner.“



Gestern Abend hat Czajkowski ein letztes Mal den Erdtrabanten zum Leuchten gebracht. Heute Vormittag starb er im Alter von 94 Jahren an Herzversagen.

Aus Respekt vor seiner Lebensleistung soll auf einen Nachfolger verzichtet werden und der Mond zukünftig dunkel bleiben.

Die Welt wird Piotr Czajkowski schmerzlich vermissen.

(JME/Foto: By Jessie EastlandOwn work, CC BY-SA 4.0, Link)