Jede dritte Frau täuscht bei Masturbation Orgasmus vor

25. April 2018 ·

So stellt sich unser Zeichner eine Frau bei der Selbstbefriedigung vor.
So stellt sich unser Zeichner eine Frau bei der Selbstbefriedigung vor.

Salzburg (EZ) | Wissenschaftler der Universität Salzburg fanden heraus, dass 34% aller europäischen Frauen bei der Selbstbefriedigung den Höhepunkt nur vortäuschen.

Eine Forschergruppe der renommierten Universität befragte für die Studie mehr als 20.000 Frauen ab 14 Jahren in 13 europäischen Ländern. Die wenig überraschenden Ergebnisse der Arbeit, die über vier Jahre hinweg geführt wurde, stellte Professorin Maria Gernhuber heute Morgen der Öffentlichkeit vor.



Demnach gibt ein Drittel der befragten Frauen an, bei der Selbstbefriedigung den Orgasmus vorzutäuschen. Dieser Wert liegt nahe an den Erwartungen der Forscher, die mit einer Täusch-Quote zwischen 31-35% gerechnet hatten.

Aus früheren Studien war bereits bekannt, dass 47% aller Frauen, die in einer festen Partnerschaft leben, beim Geschlechtsverkehr den Orgasmus vorgeben. Die Betroffenen erklären dies meist mit Liebe zu ihrem Partner, den sie nicht enttäuschen wollen. „Bei der Masturbation ist die Erklärung ganz ähnlich“, sagte Prof. Gernhuber bei der Präsentation.

Der Grund für das Vorgeben des Höhepunktes bei der Selbstbefriedigung ist, wie beim Sex auch, dass viele Frauen den langweiligen und unbefriedigenden Akt schnellstmöglich beenden möchten. „Aus Empathie täuschen sie dann bei der Masturbation lieber den Orgasmus vor, als sich selbst die eigene sexuelle Unfähigkeit spüren zu lassen“, so Prof. Gernhuber.



Frauen sehen sich auch häufig zur Selbstbefriedigung genötigt, ohne dass sie Lust dazu hätten. „Ihren Partner können sie mit einer Ausrede wie etwa Migräne oder Menstruationsbeschwerden vom Sex abbringen. Bei der Masturbation sind diese Ausreden aber schwer durchzusetzen“, so die Autoren der Untersuchung. Aber es gibt Hilfe: In vielen Städten bieten Fachleute Beratungen und Therapien an.

(JME/Zeichnung: Rama  [CeCill])
Artikel erschien erstmals im Juni 2011.

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