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Sensation: Koblenzer Wissenschaftler erfindet das Rad neu

9. April 2018 ·

Eine von vielen Skizzen des Wissenschaftlers, die irgendwann zur neuen Erfindung des Rades geführt haben.
Eine von vielen Skizzen des Wissenschaftlers, die schließlich zur neuen Erfindung des Rades geführt haben.

Koblenz (EZ) | Es ist ein Meilenstein im technischen Fortschritt: rund 5.500 Jahre nachdem die ersten Menschen das Rad erfunden haben, ist es einem Wissenschaftler aus Koblenz gelungen, das Rad noch einmal komplett neu zu erfinden. Die Ergebnisse stellte er gestern auf einer Automesse vor.

„Es läuft deutlich runder, flüssiger und stabiler als alles andere, was sich bisher ‚Rad‘ nennen durfte“, so der 51-jährige Professor des Ingenieurwesens zu seiner Neuerfindung. Doch bis dahin war es ein harter Weg.

„Das Kultusministerium wollte mir keine Mittel für meine Forschungen geben. Die Beamten meinten, die Entwicklung des Rads sei im Prinzip seit mehreren Jahrhunderten abgeschlossen.“ Der Wissenschaftler ließ jedoch nicht locker: „Ich sagte mir dann: Gut, dann jetzt erst recht!“

Aber auch andere potenzielle Geldgeber wollten von dem Projekt nichts wissen. Aus der Industrie und selbst von seiner eigenen Universität kamen nur ablehnende Antworten. „Der Rektor drohte mir gar mit dem Entzug meines Lehrstuhls, wenn ich weiterhin Studenten und Gelder meines Instituts für die Neuerfindung missbrauche.“

Also forschte er abends nach Feierabend heimlich weiter. „Ganz allein“, fügt er hinzu. „Mir wollte wirklich niemand helfen.“ Im vergangenen Jahr dann der vermeintliche Durchbruch: das Militär Papua-Neuguineas signalisierte Interesse. „Aber das ist dann auch im Sande verlaufen. Ich glaube, die deutsche Regierung hat da Druck ausgeübt.“

Nun, nach 24 Jahren harter Arbeit an der Neuerfindung des Rades, kann er das Ergebnis stolz präsentieren. Nach Meinung der Industrie und vieler Experten wird es den Markt komplett neu definieren und den herkömmlichen Gebrauch dessen, was wir heutzutage „Rad“ nennen, ad Absurdum führen. „In zwei Jahren schon wird man zurückblicken und sich fragen, wie man sich eigentlich bis dato fortbewegt hat“, so ein Redakteur der „Auto-Bild“.

(JME)

Erstmals veröffentlicht am 16. April 2015.


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