Deutschlands dritt- oder viertgrößtes Satiremagazin

„Oh, ich darf Innenminister bleiben?“ – de Maizière freut sich über Jamaika-Bekenntnis zur „schwarzen Null“

25. Oktober 2017 ·

Thomas de Maizière kommentiert die ebenso unerwartete wie erfreuliche Nachricht.

Berlin (EZ) | 25. Oktober 2017 | Die Sondierungsgespräche schreiten effektiv voran. Einen freut das ganz besonders, der eigentlich schon abgeschrieben war: Bundesinnenminister Thomas de Maizière entnahm den Zeitungen hocherfreut, dass die Jamaika-Koalition offenbar an der schwarzen Null festhalten möchte. 

Sie kommen sich näher: die Vertreter von Union, FDP und Grüne besprechen seit letzter Woche, wie eine künftige Regierung der Parteien aussehen könnte. Medien berichten heute, dass „Jamaika“ wohl an der schwarzen Null festhalten werde.

„Meine Frau hat mir heute die Meldungen gezeigt“, sagt daraufhin Innenminister Thomas de Maizière von der CDU. „Ich bereite mich ja schon länger darauf vor, einer künftigen Regierung nicht mehr anzugehören, da war ich ganz realistisch.“ Aber dass er nun offenbar doch im Amt bleiben soll, damit hat er nicht gerechnet.

„Mich trifft das in der Tat völlig unvorbereitet“, sagt der 63-Jährige, der seit 2013 das Innenressort leitet. „Alle bisherigen Signale gingen eher in Richtung ’such Dir mal eine neue Aufgabe, in der nächsten Koalition wird für Dich kein Platz sein‘.“

Aber so sei eben das Leben – „es kommt ja immer anders, als man denkt“. De Maizière jedenfalls freue das Zeichen, das ihn nun erreichte. „Natürlich sagen sie keine Namen, das wäre ja zu diesem Zeitpunkt auch noch völlig unangemessen.“ Schließlich seien das bisher nur Sondierungsgespräche und noch keine konkreten Koalitionsverhandlungen. „Dennoch: deutlicher hätten sie mir nicht mitteilen können, dass sie gerne an mir festhalten wollen.“

(JPL/Foto: Von Arno Mikkor, Aron Urb – Flickr / EU2017EE Estonian Presidency, CC BY 2.0, Link)


Ihre Meinung zu diesem Beitrag:
  • Schlecht (0)
  • Sehr schlecht (0)
  • Hundsmiserabel (0)
  • Mir egal (0)
  • Ich will nicht auf einen dummen Button klicken (0)
Newer Post

Skandal! Türkei schiebt Terroristen nach Deutschland ab

Istanbul/Berlin (EZ) | 26. Oktober 2017 | Nach dieser Aktion ist die deutsch-türkische Beziehung wohl endgültig zerstört. Wie gestern bekannt wurde, haben türkische Richter einen seit drei Monaten in Haft befindlichen deutschen Terroristen überraschend entlassen und seine Abschiebung nach Deutschland…
Read
Older Post

Gemeinsamer Morgenkreis, Kennenlernspiele, Singen: Eröffnung des neuen Bundestags bisher voller Erfolg

Berlin (EZ) | 24. Oktober 2017 | Mit einem großen Morgenkreis und zahlreichen Spielen zum schnellen Kennenlernen wurde der 19. Bundestag mit 709 Abgeordneten heute Vormittag offiziell eröffnet. Zur Stunde wird im Bundestag "Wer fehlt" gespielt. Dafür musste eine Person…
Read
Random Post

Endlich Maut-Kompromiss: nur Minister Dobrindt muss zahlen

Berlin/München (EZ) | 11. September 2014 | Seit Wochen streitet die Koalition über den richtigen Kurs beim Thema Maut. Nun hat sich Kanzlerin Merkel  auf einen mehrheitsfähigen Kompromiss geeinigt: nur Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt muss die Abgabe entrichten "und gut is'…
Read
Random Post

Hamburger Polizei warnt vor Start der Bundesliga: HSV-Tickets sind keine Fälschung

Hamburg (EZ) | 18. August 2017 | Zahlreiche Fans des Hamburger SV wenden sich derzeit an die Hamburger Polizei: kurz vor dem Start der 55. Bundesligasaison wollen sie sicher gehen, ob ihre Dauerkarten nicht doch Fälschungen sind und sie deshalb…
Read
Random Post

Stimmzettel vertauscht: Frankreich wählt versehentlich Poroschenko zum neuen ukrainischen Präsidenten

Brüssel/ Paris/ Kiew (EZ) | 26. Mai 2014 | Aus noch völlig ungeklärter Ursache wurden die Stimmzettel für die Europawahl in Frankreich sowie die der Präsidentschaftswahl in der Ukraine vertauscht, ohne dass die Wähler dies bemerkten. Der von den Franzosen…
Read
Random Post

Syrien und Nordafrika erwarten noch mehr Flüchtlinge aus Griechenland

Damaskus (EZ) | 9. Juli 2015 | Es wird immer dramatischer: praktisch täglich greift die syrische Marine griechische Flüchtlinge im Mittelmeer auf, die vor der schweren humanitären Lage in ihrem Heimatland fliehen. Auch Nordafrika ist betroffen. Täglich versuchen hunderte Griechen,…
Read