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„Und genau deshalb gewinnen wir so ungerne Spiele!“ – Gisdol nach Müller-Ausfall stinksauer

21. August 2017 ·

Hamburg (EZ) | 21. August 2017 | Nach dem bitteren Kreuzbandriss, den sich HSV-Stürmer Nicolai Müller beim Torjubel gegen Augsburg im Spiel am Samstag holte, erklärte Trainer Gisdol heute, dass man aus eben diesen Gründen in der Vergangenheit so gerne Spiele verloren habe. „Wir wollten schlicht und ergreifend keine verletzten Spieler riskieren!“

„Ich habe vor dem Spiel deutlich an jeden Spieler einzelnd appelliert, sich nicht in der Nähe des gegnerischen Tores aufzuhalten“, so Gisdol heute Vormittag außer sich vor Wut. „Es bestand die Gefahr, dass plötzlich irgendein Hamburger den Ball gegen den Kopf oder an den Fuß bekommt und diesen versehentlich hinter die Linie schiebt. Und dann haben wir den Salat.“

Tatsächlich war es Nicolai Müller, der überraschend in der achten Minute den Ball volley ins Tor der Augsburger schoss. Was dann folgte, war ein missglückter Torjubel. Müller verdrehte sich beim Hüpfen das rechte Knie und fällt nun mindestens sieben Monate aufgrund eines Kreuzbandrisses aus.

„So ein Unglück ist uns in den vergangenen Saisons nicht passiert“, so Gisdol. „Und warum? Weil die Ansage immer klar war: Schießt keine Tore, damit ihr euch beim Jubeln nicht unnötig verletzt.“

Er habe noch keinen Spieler erlebt, der nach einer Niederlage verunglückt ist, weil er während des gebückten Ganges über den Platz mit hängendem Kopf im Rasen stecken blieb und sich das Bein verdrehte. „Nein, sowas passiert halt nur, wenn man euphorisch hin und her springt und seinen Kopf ausschaltet“, so der HSV-Trainer wütend.

Das Saisonziel ist deshalb klar: „Wir wollen mit torlosen Unentschieden einen ordentlichen 15. Platz erreichen. Und ohne weitere unnötige Ausfälle,“ so Gisdol abschließend.


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