Stellenanzeige: SPD sucht jemanden, der für Martin Schulz „sch“-freie Reden schreibt

23. Mai 2017 ·

Im Umfeld des Kanzlerkandidaten gibt es einen lukrativen Job zu ergattern.
Im Umfeld des Kanzlerkandidaten gibt es einen lukrativen Job zu ergattern.

Berlin (EZ) | 23. Mai 2017 | Vier Monate vor der Bundestagswahl hat die SPD heute in überregionalen Zeitungen ganzseitige Anzeigen geschaltet. Gesucht wird ein begabter Mitarbeiter, der für den Spitzenkandidaten Martin Schulz Reden schreibt, die keine „sch“-Laute enthalten.

In der Annonce, die unter anderem in der FAZ, der Süddeutschen Zeitung und der taz abgedruckt wurde, heißt es, dass die Bewerber keinerlei besonderen Qualifikationen vorweisen müssten. Wichtiger seien Kreativität und Wortgewandtheit.



Generalsekretärin Katarina Barley erläuterte auf Nachfrage eines unserer freien Redakteure, der sich unerlaubt auf die Stelle beworben hat und nun nicht weiß, wie er seine Miete zahlen soll: „Wir bieten eine spannende, aber auch sehr anstrengende Stelle, die allerdings sehr gut entlohnt wird.“

Bewerber müssen in der Lage sein, komplette und ausführliche Reden zu schreiben, die keinen „sch“-Laut enthalten. „Damit unser Kandidat im beginnenden Wahlkampf nicht völlig chancenlos ist“, so Barley. „In den letzten Wochen hat er etwas gelitten und ist teilweise zur Witzfigur gemacht worden. Wir wollen ihm jemanden an die Seite stellen, der ihm ein wenig Würde zurückgibt.“

Arbeitsort ist die SPD-Zentrale in Berlin, Arbeitszeiten können frei eingeteilt werden. „Wir erwarten zwar Einsatz, aber Identifikation mit der SPD, unserer Poltik oder gar dem Spitzenkandidaten ist kein Muss.“ Hauptsache, man findet jemanden. „Und das schnell.“



Ausdrücklich werden Frauen, Rentner, Studenten, Arbeitslose, Facharbeiter, Autisten, Schwerbehinderte, Kranke und Gesunde, Alte und Junge aufgefordert, sich zu bewerben. „Es ist wirklich dringend für uns“, sagt Barley.

(JPL/Foto: Von EU2016 SKDOOR STEP 2016-10-07, CC0, Link)

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