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Eklat nach Börsenstart: Snapchat-Aktien lösen sich nach Betrachten in Luft auf

New York (EZ) | 2. März 2017 | Seit heute wird Snapchat an der Wall Street gehandelt. Die Euphorie der Anleger schlug aber schnell in Ärger um: Nach dem Anschauen verschwanden die Aktien und Wertpapiere sofort wieder.

Die vor allem bei jungen Menschen beliebte App Snapchat wird seit heute an der New Yorker Börse gehandelt. Die vor allem bei jungen Menschen beliebte App Snapchat wird seit heute an der New Yorker Börse gehandelt.

Das Mutterunternehmen der beliebten App wird mit 17 Dollar je Aktie bewertet, insgesamt rechnet die Firma mit Erlösen in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar. Es ist der größte Börsenstart eines Technologieunternehmens seit 2012, damals wagte Facebook den Gang aufs Parkett.

Kurz nach Handelsbeginn kam es aber zu Irritationen. Händler und Käufer berichten mit Verwunderung, dass sich die Aktien sofort in Luft auflösten, sobald man sie angeschaut hat. „Ich habe für meinen Fonds 100.000 Anteilsscheine gekauft“, sagt ein Broker verärgert. „Und weil die ja so neu und frisch sind, habe ich mir ein paar davon angesehen. Und schwupps: Weg waren sie!“ Buchstäblich in Luft aufgelöst hätten sie sich. „Zugegeben, sie verschwanden mit einem hübschen Effekt. Aber sie sind jetzt weg!“

So wie ihm ging es auch anderen Anlegern, der Ärger ist groß. „Wer rechnet denn damit?“, fragt ein australischer Aktionär. „Es gibt keine Möglichkeit, sie wiederherzustellen! Wer braucht denn so was?“ Er habe durch seine Neugier nun an die 10.000 Dollar verloren.

Mittlerweile hat sich das Phänomen herumgesprochen, die Käufer informierten sich gegenseitig. „Ich rate jedem, die Aktien zu kaufen, sie aber niemals anzuschauen.“ Dennoch wird mit einem Erfolg gerechnet, dem Unternehmen Snap wird eine vielversprechende Zukunft prophezeit.

Jüngere Käufer können übrigens mit den Snapchat-Aktien offensichtlich besser umgehen. „Es gab einige Käufe von Millennials“, sagt ein Sprecher der New Yorker Börse. „Aber von ihnen hat sich bislang niemand beschwert.“

(JPL/Foto: By Marco VerchSnapchat-Werbung auf Times Square New York, CC BY 2.0, Link)

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