Polizistenmord: Reichsbürger wird in kaiserlichem Kerker in Königsberg verhört

20. Oktober 2016 ·

Symbolbild. Solche Polizeiwagen gibt es nicht in Bayern.

Königsberg (EZ) | 20. Oktober 2016 | Der Reichsbürger, der gestern in Bayern einen Polizisten erschossen und drei weitere teils schwer verletzt hat, ist heute in den kaiserlichen Kerker nach Königsberg gebracht worden, wo er zur Stunde unter Zuhilfenahme von Verhörmethoden des Deutschen Rechs vernommen wird.

Es wird damit gerechnet, dass der Delinquent die ausführliche Befragungsprozedur nicht überleben wird. „Wir haben ihn aber gefragt, ob er nach Methoden des Reichs von 1871 bis 1945 vernommen werden möchte, oder ob er die Methoden der BRD vorzieht,“ sagt ein Sprecher der Polizei.

Zwar blieb eine mündliche Antwort aus, aber „weil er darauf beharrt, dass wir als bundesrepublikanische Behörde keinerlei Rechte hätten und eigentlich nicht existieren dürften, haben wir das als Auskunft seiner Zustimmung für den Kerker gewertet.“ Um seinen Überzeugungen besonders gerecht zu werden, wurde schnell ein ehemaliger preußischer Verhörraum im schönen Königsberg ausgewählt.



Die ihn befragenden Polizisten spielen übrigens mit und haben sich kurzerhand Pickelhauben aufgesetzt, um den hohen Ansprüchen des Reichsbürgers zu genügen. „Zu unserer Freude verhält er sich genau, wie man sich das im Reich vorstellt: Er schreit, blutet, wimmert, bittet um Gnade und so weiter.“ Ein Anwalt ist übrigens nicht anwesend, dieses Privileg hätten Polizistenmörder seinerzeit auch selten genossen. „Also, diese Willkür macht ja schon irgendwie Spaß,“ gibt ein Polizist zu. Nur, dass der Mann so gut wie nichts aushält, trübt etwas die Freude.

(JPL/Foto: MaikMeidOwn work, CC BY-SA 3.0, Link)



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