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Nach Woche der Peinlichkeit: Britische Regierung erlässt Brexit-Todschweige-Gesetz

1. Juli 2016 ·

London (EZ) | 1. Juli 2016 | Seit der Brexit-Abstimmung vor einer Woche herrscht in Großbritannien Chaos, Wut und große Ratlosigkeit. Um die vergangenen sieben Tage und das komplette Referendum schnellstmöglich zu vergessen, hat die britische Regierung ein „Brexit-Todschweige-Gesetz“ erlassen. Ab sofort ist das Thema für alle tabu.

Es war eine Woche voller Peinlichkeiten. Die Briten stimmten für den Brexit, Premier David Cameron erklärte seinen Rücktritt, viele EU-Gegner ruderten eilig zurück und zu guter Letzt kündigte selbst Boris Johnson, bisher größter Brexit-Anhänger, gestern an, nicht für das Amt als Premierminister kandidieren zu wollen.

Da nun auch die Regierung erkannt hat, dass sie die Abstimmung nicht rückgängig machen kann und von Seiten der EU massiver Druck aufgebaut wird, endlich den Brexit voranzutreiben, haben die Abgeordneten gestern Abend per Eilbeschluss ein neues Gesetz verabschiedet.

Premierminister Cameron erklärte, dass das ganze Thema von nun an einfach totgeschwiegen werde. „Im Ernst, Leute, legen wir doch einfach den Mantel des Schweigens drüber. Brexit? Nie gehört!“

Anschließend sprach er von der tollen EM, dem britischen Sommer und der wunderbaren EU, „einer Gemeinschaft, der wir voller Stolz angehören.“

Es drohen hohe Strafen, wenn man in Großbritannien nun vom Austritt aus der Eu spricht oder vom Referendum vergangene Woche. „Irgendwann wird sich das Thema von selbst erledigt haben und es ist, als wäre nie etwas gewesen,“ sagte Cameron. „Warum also nicht schon heute damit anfangen?“

(BSCH/Foto: By Chatham HouseRt Hon David Cameron, Prime Minister of the United Kingdom, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45009301)


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