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„Haben mich ja nicht persönlich beleidigt“ – Erdogan schließt Strafverfolgung von Istanbul-Attentätern aus

30. Juni 2016 ·

Sieht derzeit keinen Grund zur Klage: Türkeis Präsident Erdogan.
Sieht derzeit keinen Grund zur Klage: Türkeis Präsident Erdogan.

Istanbul (EZ) | 30. Juni 2016 | Zwei Tage nach dem Attentat auf dem Istanbuler Flughafen mit 42 Toten und hunderten Verletzten gab Präsident Erdogan heute bekannt, dass er nicht vorhabe, die Attentäter und Hintermänner des Anschlags strafrechtlich zu verfolgen. Sie hätten zwar schrecklichen Schaden angerichtet, er selbst sei aber ja persönlich nicht betroffen, geschweige denn beleidigt worden.

Er wisse natürlich nicht, was sein Kollege Yildrim plane, aber er selbst wolle erst einmal “die Füße stillhalten”, so Erdogan heute Vormittag gegenüber Journalisten.

“Nach aktuellem Kentnissstand weiß man bisher nur, dass die Attentäter wortlos den Flughafen stürmten und um sich schossen, bzw. sich direkt in die Luft sprengten. Aber mir ist noch nicht zu Ohren gekommen, dass sich irgendeiner mir gegenüber beleidigend geäußert hat. Somit besteht kein Grund für mich, hier juristisch aktiv zu werden.”

Erdogan bedauere natürlich die menschlichen Verluste, vor allem die vieler Türken. Aber zugleich betonte er, dass es ja in erster Linie um die eigene Würde gehe. “Und die sehe ich gerade nicht als verletzt an.”

Er kündigte jedoch an, dass sich das “unverzüglich” ändern werde, wenn herauskommt, dass sich die Attentäter und Hintermänner abfällig über ihn geäußert hätten. “In dem Falle werde ich kein Erbarmen kennen”, so Erdogan drohend.

(JME/Foto: By Senat RP/Polish Senate – http://www.senat.gov.pl/k7/agenda/goscie/2009/090514/1.jpg, CC BY-SA 3.0 pl, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8528902)


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