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“Ich esse kein Gemüse”: Sigmar Gabriel vermeidet Glyphosate seit Jahren

18. Mai 2016 ·

Berlin/Brüssel (EZ) | 19. Mai 2016 | Die Haltung von SPD-Chef Gabriel zum Unkrautvernichter Glyphosat ist klar: Er ist gegen eine Neuzulassung, solange die Krebsgefahr nicht ausgeschlossen ist. “Ich selber esse seit Jahren vorsichtshalber kein Gemüse mehr.”

“Solange ich nicht zweifelsfrei weiß, ob Glyphosat gesundheitsschädigend ist, werden ich und die SPD nicht für die Neuzulassung stimmen,” so Gabriel. Er selber geht “dem Zeug” seit Jahren aus dem Weg: “Vorsichtshalber verzichte ich schweren Herzens auf Gemüse. Seit vielen Jahren.”

Zwar sei er sich bewusst, dass das Unkrautvernichtungsmittel über die Nahrungskette auch in sein Steak, in die Leberwurst und ins Kotelett gelangt. “Aber die Konzentration ist dann viel niedriger, als würde ich Karotten, Sellerie oder Gurken essen,” führt er aus.

Für Gabriel sind die ambivalenten Mutmaßungen zur Gefährlichkeit von Glyphosat ausschlaggebend. “Seit Jahren hört man entweder, das sei unbedenklich, oder man hört, es sei wahrscheinlich krebserregend,” so der SPD-Chef. “Da gehe ich doch lieber auf Nummer sicher.”

Gabriel empfiehlt einerseits, der Neuzulassung nicht zuzustimmen. “Andererseits sollten die Menschen es mir gleichtun, wenn ihnen ihre Gesundheit und das ihrer Kinder am Herzen liegt.” Innerhalb der Regierung konnte er schon den Kanzleramtsminister von seiner Linie überzeugen.

(BSCH/Foto: By Michael ThaidigsmannOwn work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35663593)

 


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