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David Cameron hat Ärger, weil er nicht die eigenen britischen Offshore-Paradiese nutzte

8. April 2016 ·

London (EZ) | 8. April 2016 | Es ist ein handfester Skandal in Großbritannien: Ganz offensichtlich mangelt es dem britischen Premier Cameron an Patriotismus. Statt auf einer der landeseigenen Kanalinseln sein Geld zu bunkern, zog es ihn ins entfernte Panama.

Wird er zurücktreten müssen? David Cameron steht schwer unter Beschuss, nachdem er gestern Abend zugeben musste, dass er an einer Firma seines Vaters beteiligt war, die verschlungen als Briefkastenfirma in Panama ansässig war. Nun fragen sich viele Briten: Wozu haben wir denn eigene Offshore-Paradiese, wenn nicht mal der Regierungschef sie nutzen mag?

Der Vorwurf: Dem Premier mangelt es erheblich an Patriotismus. Es staut sich starke Verwunderung an. „Ich weiß nicht, ob ich von jemandem regiert werden möchte, dem unsere schönen Kanalinseln oder die tollen Überseegebiete nicht gut genug sind,“ sagt ein Mann von der Straße.

Schon lange hadert das Königreich mit Cameron. Nun könnte ihm seine schwere Verfehlung das Amt kosten. Er selber betonte nun schnell, dass er selbstverständlich heute sein Geld auf Jersey Island und auf der Isle of Man bunkert – die betreffende Firma seinerzeit, die seinem Vater gehörte, habe er sofort verlassen, als ihm klar wurde, dass Panama für einen künftigen Premier nicht angemessen sei. Heute schäme er sich sehr für diesen „dummen Fehler“.

Das Land ist sich dennoch einig: Cameron müsse zurücktreten. „Panama, ich bitte sie – gehörte das überhaupt jemals zur Krone?“, empörte sich sogar Königin Elizabeth II.

(JPL/Foto: Von Chatham HouseRt Hon David Cameron, Prime Minister of the United Kingdom, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45009301)


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