Einbruchsrate auf Rekordhoch: Polizei rät Hausbesitzern, die Tür offen zu lassen, um Zahl der Einbrüche zu reduzieren

30. März 2016 ·

Deutschland (EZ) | Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Vergleich zu den letzten Jahren noch einmal dramatisch angestiegen. Selbst Schuld, wie die Polizei nun sagt. Die Rate würde erheblich sinken, wenn die Eigentümer die Haustür gleich aufließen. Dann müssten sich Einbrecher auch nicht länger mit Gewalt Zutritt verschaffen und massiven Sachschaden anrichten.

Für das Jahr 2016 weist die Kriminalstatistik 167.136 Wohnungseinbrüche aus. Das sind knapp 10 Prozent mehr als im Jahr davor. Zum neunten Mal in Folge ist die Zahl damit angestiegen und liegt auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren.



Doch für die Polizei ist das keine große Überraschung. Polizeisprecher Frank Reuther erklärt, dass Einbrüche nicht geschehen würden, wenn nicht permanent überall die Türen verschlossen wären. „Natürlich verschafft man sich dann gewaltsam Zutritt und zack, taucht man in der Einbruchsstatistik auf.“

Für ihn gibt es daher bloß eine logische Konsequenz: „Man sollte zukünftig einfach ganz auf Haustüren verzichten. Oder zumindest die Türen und Fenster offen lassen. Dann brauchen sich die anderen Menschen, die gerne in das Haus oder die Wohnung eindringen möchten, auch nicht länger damit beschäftigen, auf kompliziertem Wege das Schloss zu knacken.“

Reuther verweist auf die unnötigen Kosten, die Wohnungseigentümern dadurch bloß entstehen würden. „Der Sachschaden ist viel zu hoch. Ein neues Schloss kostet mindestens 50 Euro. Das ist die ganze Sache nicht wert.“



(JPL/Foto: MaikMeid [CC BY-SA 3.0])

Dieser Artikel erschien erstmals am 30.03.2016

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