„Rechte sofort nach links abschieben“: Politiker fordern Konsequenzen nach Krawallen in Leipzig

Leipzig (EZ) | 12. Januar 2016 | Nach den Krawallen gestern in Leipzig, bei denen randalierende Hooligans Autos anzündeten und Fensterscheiben einschlugen, fordert die Politik nun unverzüglich Konzequenzen. Rechtsextreme müssten umgehend nach links abgeschoben werden.

Rund 250 vermummte Hooligans randalierten gestern im Leipziger Stadtteil Connewitz und richteten erheblichen Schaden an. Auch Polizisten wurden bei den Krawallen verletzt.



Nun hat die Politik reagiert. CSU-Chef Seehofer fordert eine schnelle Abschiebung von rechten Randalierern. „Es wird höchste Zeit, dass diese Spinner nach links abgeschoben werden. Wir können nicht noch mehr Rechte in unserem Land aufnehmen!“

Grünen-Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter appellierte an den Rechtsstaat. Es müsse jeder Bürger überprüft werden. „Stellt sich heraus, dass jemand zu weit rechts steht, muss dieser eben unverzüglich zurück Richtung links gebracht werden.“

Widerspruch folgt dagegen aus den Reihen der Linken. Linke-Chefin Katja Kipping sagte, niemandem sei geholfen, wenn gewaltbereite Rechte abgeschoben würden. Vielmehr seien Integrationsmaßnahmen gefordert. Konkrete Vorschläge hierzu machte die Politikerin jedoch keine.



(JME/Foto: „Neonazi 2.4.2005 München“ von Rufus46. [Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons])