„Dann lassen sich Täter schneller identifizieren“: Köln beschließt Verkleidungsverbot an Karneval

Köln (EZ) | 7. Januar 2016 | Nach den Vorfällen am Silvesterabend in Köln hat die Stadt nun erste Konsequenzen gezogen. Demnach darf sich an Karneval niemand verkleiden oder schminken, damit sich im Falle von Übergriffen und Belästigungen die Täter schneller identifizieren lassen.

„Wir wollen nicht auf unsere großen Karnevalsfeieren verzichten“, so Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die zuletzt durch eine unglückliche Äußerung für Kritik und Spott sorgte. „Aber wir hatten Silvester schon Probleme, Täter zu finden und zu identifizieren. Wie soll das dann erst werden, wenn alle Leute kostümiert sind?“



Aus diesem Grunde soll bei den Karnevalsumzügen striktes Verkleidungsverbot herrschen. „Es fällt erfahrungsgemäß leichter, Täter zu überführen, wenn sie nicht als Frosch, Indianer oder Clown verkleidet sind“, so Reker weiter.

Aufgrund der aktuellen Gefahrenstufe soll auch auf das beliebte Ritual des Krawattenabschneidens verzichtet werden. „Scheren und Messer sind natürlich ebenfalls strengstens verboten.“

Reker glaubt dennoch an eine heitere Stimmung an Karneval. „Die Menschen feiern ja nicht der Verkleidungen wegen, sondern weil…naja, die Stimmung und so.“



Unterdessen will die CDU ein Alkoholverbot an Karneval durchsetzen, sowie die räumliche Trennung von Frauen und Männern.

(JME/Foto: „Rosenmontagszug Köln 2014 1“ by Superbass – Own work. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons)]