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Bremen kann sich Betretungsverbot für Hamburger „auch dauerhaft“ gut vorstellen

12. September 2015 ·

Ein Wasserwerfer der Bremer Polizei. Gut zu erkennen die lustigen Stadtmusikanten, die freundlich die mit Wasser Beschossenen begrüßen.
Ein Wasserwerfer der Bremer Polizei. Gut zu erkennen die lustigen Stadtmusikanten, die freundlich die mit Wasser Beschossenen begrüßen.

Bremen/Hamburg (EZ) | 12. September 2015 | Die Bremer Polizei erließ heute ein sogenanntes Betretungsverbot für aus Hamburg kommende Neonazis. Das Konzept kommt in der Stadt gut an: Nicht nur viele Bremer, auch die Politik kann sich ein generelles Betretungsverbot für Hamburger gut vorstellen. „Um ehrlich zu sein, ich wusste gar nicht, dass die Polizei so was einfach aussprechen kann,“ sagte der neue Bremer Bürgermeister Carsten Sieling. „Damit hätte die SPD mal Wahlkampf machen müssen.“

Heute morgen war die Euphorie groß in dem kleinen Stadtstaat: Hamburger sollten daran gehindert werden, die Stadt zu betreten, hieß es. Der Hauptbahnhof und die Einfallstraßen wurden dahingehend kontrolliert und stellenweise abgeriegelt. Grund war, dass die Nazigroßdemo „Tag der deutschen Patrioten“ nicht wie geplant in Hamburg stattfinden durfte. Die Polizei rechnete damit, dass die Rechten dann eben nach Bremen ausweichen würden. Dies galt es zu verhindern.

Ganz praktisch wurden nicht nur Nazis, die aus Hamburg einreisten, kontrolliert und der Stadt verwiesen, sondern vielmehr möglichst alle Autos und Züge aus Richtung Hamburg. Nicht auszuschließen, dass auch Nicht-Nazis wieder weggeschickt worden. „Das ist dann halt so, tja, kann man nichts machen,“ sagte ein Polizist zwinkernd.

Einwohner der Stadt können der Idee, keine Hamburger nach Bremen zu lassen, sehr viel abgewinnen. „Das sollte man machen, ja. Find ich gut,“ sagt ein Innensenator. „Ich schau mal, was man da machen kann.“

(JPL/Foto: „WaWe10 Bremen“ von JürnCEigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons.


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