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„Keine Lust auf Shitstorm und Bombendrohungen“: Merkel sagt Besuch in Heidenau ab

26. August 2015 ·

Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin seit 2005.
Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin seit 2005.

Berlin/ Heidenau (EZ) | 26. August 2015 | Heute Mittag sollte Bundeskanzlerin Merkel eigentlich die Flüchtlinge in Heidenau besuchen. Nun sagte sie den Besuch überraschend ab. Sie habe keine Lust auf einen Shitstorm wie ihn derzeit Sigmar Gabriel und die SPD über sich ergehen lassen müssen.

Lange hat sich Merkel Zeit gelassen, bis sie überhaupt erwog, ein Flüchtlingsheim besuchen zu wollen. Nach den schweren Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Heidenau wollte sie nun jedoch dem Beispiel ihres Vizekanzlers Gabriel folgen und den Flüchtlingen in der sächsischen Kleinstadt einen Besuch abstatten.

Nachdem allerdings gestern bekannt wurde, dass seit dem Besuch von Gabriel eine Flut von Bedrohungen und Hassmails in der SPD-Zentrale eingingen und das Willy-Brandt-Haus in Berlin gestern sogar aufgrund einer Bombendrohung vorübergehend geräumt werden musste, entschied die Bundeskanzlerin heute Vormittag, ihren Besuch in Heidenau abzusagen.

Über ihren Regierungssprecher Seibert ließ sie ausrichten, dass sie „keine Lust auf diesen ganzen Shitstorm anschließend“ habe und sich deshalb lieber wieder in den Urlaub zurückverziehe. Dort sei es ruhig, harmonisch, friedlich und äußerst entspannend gewesen.

Sobald sich die Lage in Deutschland wieder beruhigt hat, will Merkel jedoch auch wieder unangenehmere Termine wahrnehmen, hieß es abschließend.

 (BSCH/Foto: „Angela Merkel Security Conference February 2015“ von Kleinschmidt / MSC. [Lizenziert unter CC BY 3.0 de über Wikimedia Commons])


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