Schutz vor Polizeigewalt: Schwarze Jungen sollen in bewachten, ummauerten Gebäuden wohnen

Washington, D.C. (EZ) | 27. November 2014 | Um schwarze männliche Jugendliche besser vor Polizeigewalt schützen zu können, soll diese Bevölkerungsgruppe nun in abgeschirmten, ummauerten, umzäunten, mit Stacheldraht gesicherten und mit Gittertüren versehenen Gebäuden untergebracht werden. Die amerikanische Justiz nimmt die Proteste gegen Polizeigewalt offenbar ernst. Seit Tagen demonstrieren zehntausende Menschen im ganzen Land gegen Polizeiwillkür und gegen den Schutz der betroffenen Polizisten vor Strafverfolgung. Nun präsentierte das Justizministerium zusammen mit der Polizei ein Modell, dass schwarze männliche Jugendliche besser vor der Polizei schützen soll.

Diese Bevölkerungsgruppe soll künftig in eigenen Gebäuden leben, die massiv gesichert sein sollen und in denen die Jugendlichen in kleinen separaten und abschließbaren Zimmern wohnen sollen. „Damit wollen wir diesen Menschen den größtmöglichen Schutz gewähren,“ sagte Justizminister Eric Holder heute Mittag.



Vornehmlich sollen sich diese riesigen Schutzheime in Randgebieten der großen Städte befinden und baulich auch vor den Zugriff von Außen geschützt sein. „Kaum überwindbare Mauern schützen die Heime vor der Außenwelt, dazu kommen meterhohe Zäune, die mit Stacheldraht gesichert sein werden.“ Auf dem Außengelände werde bewaffnetes Wachpersonal patrouillieren.

Auch innen seien die Bewohner vor Polizeigewalt sicher: „Die Zimmer und Aufenthaltsräume sind mit Gittertüren verschlossen, überall hängen Kameras und sogar die Toiletten sind abschließbar,“ so Holder weiter.

Die Regierung hoffe, damit der aktuellen Entwicklung Herr zu werden und zukünftige Polizeiopfer zu vermeiden.



(JPL/Foto: DR04/Public Domain)