Neuer Vorstoß: Dobrindt plant Hunde-Maut auf deutschen Fußgängerwegen

Berlin (EZ) | 22. Oktober 2014 | Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plant neben der PKW-Maut ab 2016 auch eine Hunde-Maut auf deutschen Fußgängerwegen. Hundebesitzer und Opposition laufen Sturm gegen den Vorschlag.

Die PKW-Maut ist seine persönliche Herzensangelegenheit. Nachdem Verkehrsminister Dobrindt vergangene Woche jedoch etliche Zugeständnisse diesbezüglich machen musste, will er dafür nun eine Maut für Hunde einführen. Demnach sollen Hundebesitzer ab 2016 für die gemeinsame Benutzung von deutschen Gehwegen bezahlen.



Dobrindt betont, dass lediglich offiziell gekennzeichnete Fußwege von der Mautpflicht betroffen sein sollen. Parks, Pfade oder Privatgrundstücke blieben hingegen von der Maut befreit.

Auch können Besitzer von Chihuahuas, Zwerg- und Kleinspitzen sowie Yorkshire Terriern aufatmen, da diese laut Dobrindt „keine richtigen Hunde“ darstellen würden.

Kritik folgte umgehend von der Opposition und zahlreichen Hundehaltern. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter forderte, zumindest eine faire Aufteilung des Mautbetrags zwischen Besitzer und Hund gesetzlich zu regeln, um zu vermeiden, dass die Kosten am Ende wieder allein beim Bürger hängenblieben.



(Foto: Ronald Saunders [CC BY-SA 2.0])