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Nach erneutem Rückenlehnen-Streit: Fluggesellschaften verzichten zukünftig auf Sitze in ihren Fliegern

3. September 2014 ·

Soll es in Zukunft in vielen Flugzeugen nicht mehr geben: Sitze.
Soll es in Zukunft in vielen Flugzeugen nicht mehr geben: Sitze.

New York (EZ) | 3. September 2014 | Zum dritten Mal innerhalb von 14 Tagen musste ein Flugzeug zwischenlanden, weil ein Streit zwischen zwei Passagieren wegen einer verstellten Rückenlehne eskalierte. Nun haben die ersten Fluggesellschaften reagiert. Künftig soll es in den Flugzeugen keine Sitze mehr geben und die Passagiere statttdessen stehend befördert werden.

Erneut kam es auf einem Flug in den USA zu einem Streit, weil eine Passagierin die Rückenlehne ihres Sitzes zurückgestellt hatte, während hinter ihr eine Frau auf dem ausgeklappten Tisch schlief. Da es bereits der dritte Zwischenfall dieser Art in nur wenigen Tagen war, haben die ersten Fluggesellschaften jetzt die Konsequenzen gezogen.

American Airlines gab heute bekannt, bei künftigen Flügen keine Sitze mehr anbieten zu wollen. “Nur so können wir ein für alle mal verhindern, dass es zu weiteren Streitigkeiten aufgrund einer zurückgestellten Lehne kommt”, so ein Sprecher der US-Fluggesellschaft heute Vormittag. Stattdessen wolle man oberhalb des Innenraumes Halterungen wie in Bussen anbringen, an denen sich die Passagiere festhalten können, während sie in aufrechter Position befördert werden.

Auch die Billigfluggesellschaft Ryanair teilte mit, sich von ihren Sitzen trennen zu wollen. Dies sorge nicht nur für Frieden unter den Fluggästen, sondern zusätzlich für “noch mehr Kapazitäten in unseren Maschinen”, heißt es in einer Stellungnahme. Ohne Sitze könne man bis zu doppelt so viele Passagiere transportieren, was sich wiederum auch positiv auf die Umsätze auswirke.

Malaysia Airlines kündigte unterdessen an, zwar weiterhin Sitze in ihren Fliegern anzubieten, stattdessen jedoch auf Passagiere und Personal verzichten zu wollen. “Insgesamt vermeiden wir damit noch mehr Ärger und es kommt uns günstiger,” so ein Sprecher der Airline.

(BSCH/FLY [CC BY 2.0])


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