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Gabriel beruhigt deutsche Alkoholiker-Elite: russischer Wodka bleibt von Sanktionen verschont

4. August 2014 ·

Die russische Wodka-Industrie ist einer der Eckpfeiler der heimischen Wirtschaft.
Die russische Wodka-Industrie ist einer der Eckpfeiler der heimischen Wirtschaft.

Berlin (EZ) | 4. August 2014 | Es wurde schon leicht gezittert, aber Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat heute erklärt, dass Wodka aus Russland vorerst kein Ziel von Sanktionen sein wird. Die deutsche Alkoholiker-Elite begann in den letzten Tagen, sich Sorgen zu machen.
Der russische Wodka-Export in die Länder der Europäischen Union hat ein jährliches Handelsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro – kein Wunder, dass die deutschen Alkoholiker mit Geschmack und Stil sich langsam Sorgen machten, dass sie demnächst auf minder edle und weniger reine Wodkasorten umsteigen müssten – folgt doch zurzeit eine Wirtschaftssanktion nach der anderen gegen die russische Industrie.

Udo Lindenberg, Sprecher der Vereinigung „Alkoholiker mit Geld und Stil“, äußerte seine Bedenken heute Morgen. Bei genauem Hinhören konnte man erfahren, dass der Alt-Rocker vermutlich die Furcht umtreibt, dass der Wodkafluss aus Russland in absehbarer Zeit Ziel der europäischen Sanktionen werden könnte. Eine Transkription seines Statements wird momentan mühevoll erstellt und soll im Laufe der Woche vorliegen.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte, er könne die Sorgen der zahlungskräftigen Alkoholkranken gut verstehen, die sich in den letzten Jahren auf hochpreisigen und exklusiven Wodka aus Russland spezialisiert haben und aus Gründen des Geschmacks und des Stils auf nichts anderes mehr einlassen wollen. „Ich selber trinke nur Whiskey aus schottischer Produktion, alles andere ist Käse. Ich kann die Sorgen und Nöte deshalb dahingehend gut nachvollziehen.“

Gabriel machte aber klar, dass die EU zurzeit auf andere Bereiche der russischen Wirtschaft abziele, um den Ukraine-Konflikt einzudämmen. Dennoch mahnte er zur Vorsorge, denn „wer weiß schon, was die Zukunft bringen wird? Man sollte also schon jetzt einen guten Vorrat anlegen, für den Fall der Fälle.“

(JPL/Foto: Spirtzavod [bearbeitet; CC BY-SA 2.5])


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