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Neue Sanktion gegen Russland wirkt: EU droht Moskau mit Ausrichtung der Männerballettmeisterschaften 2016

Brüssel/Moskau (EZ) | 23. Juli 2014 | Das hat gesessen: Wladimir Putin hat im Ukraine-Konflikt umgehend eingelenkt, nachdem die EU und andere Staaten drohten, die Weltmeisterschaften im Männerballett 2016 in Moskau ausrichten zu lassen. Die Fußball-WM soll zudem in die größte Gay-Pride-Parade der Geschichte umgewandelt werden.

Es ist vorbei: Wladimir Putin lenkte im Ukraine-Konflikt ein, nachdem die EU neue Sanktionen beschloss. Es ist vorbei: Wladimir Putin lenkte im Ukraine-Konflikt ein, nachdem die EU neue Sanktionen beschloss.

Endlich hat die EU ihre schärfste Sanktionsstufe herausgeholt, auf die die Welt gewartet hat, um Russlands Präsidenten Wladimir Putin zum Einlenken in der Ukraine-Krise zu bewegen. Gestern haben die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen in Brüssel beschlossen, die Weltmeisterschaft im Männerballett 2016 in Russland auszurichten, falls Putin nicht umgehend die Separatisten in der Ostukraine beschwichtigt.

„Der Abschuss der Maschine von Malaysia Airlines hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht,“ so Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Wirtschaftssanktionen und das Einfrieren von Auslandskonten bringen jetzt nicht mehr viel, jetzt mussten Taten folgen.“

Einstimmig wurde der niederländische Vorschlag angenommen, übernächstes Jahr die Männerballettmeisterschaften in Moskau abzuhalten. Erwartet werden bei dem Ereignis tausende, meist eng und leicht bekleidete junge Männer im besten Alter und mit knackigen Ärschen, die dann die russische Metropole für vier Wochen bevölkern würden.

Die Niederlande hatten ein besonderes Bedürfnis, Russland hart zu sanktionieren, weil fast 200 der insgesamt 298 Menschen, die bei dem Abschuss von Flug MH17 ums Leben kamen, Niederländer waren.

Kurz nach Bekanntwerden der neuen Sanktionen lenkte Putin bereits ein. „Alles, bloß das nicht!“, sagte er im staatlichen russischen Fernsehen. Auch die größten Unterstützer der ukrainischen Separatisten könnten diesen hohen Preis nicht zahlen wollen, erklärte er mit deutlichen Schock in der Stimme.

Sollte Russland auch jetzt noch weiterhin massiv in der Ukraine eingreifen und nicht sofort seine Truppen und Gefechtsgerätschaften von der Grenze abziehen, hat die EU bereits mit einer weiteren Sanktionsstufe gedroht. „In dem Fall würde die Fußball-WM 2018 in die größte Gay-Pride-Parade der Welt umgewandelt werden,“ so der holländische Ministerpräsident Rutten. „Rund um die Uhr würde in den Stadien getanzt und gefeiert, was das Zeug hält. Vier Wochen lang. In allen großen Städten Russlands. Und auf den Straßen. Und im TV.“ Putin wies seine Armee auf diese Ankündigung hin an, sofort mit dem Rückzug zu beginnen.

(BSCH/ Foto: kremlin.ru)

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