Korruptionsverdacht gegen BER-Mitarbeiter: Die für morgen geplante Flughafen-Eröffnung vorerst bis auf weiteres verschoben

28. Mai 2014 ·

Sollte eigentlich morgen endlich eröffnet werden. Doch nun kam ein Korruptionsverdacht dazwischen: Der Hauptstadtflughafen BER.
Sollte eigentlich morgen endlich eröffnet werden. Doch nun kam ein Korruptionsverdacht dazwischen: Der Hauptstadtflughafen BER.

Berlin (EZ) | 28. Mai 2014 | Nachdem bekannt wurde, dass ein leitender Mitarbeiter des Hauptstadtflughafens BER angeblich Bestechungsgelder in Höhe von rund einer halben Million Euro erhalten haben soll, kündigte BER-Chef Hartmut Mehdorn an, dass die eigentlich für morgen vorgesehene Eröffnung des Flughafens bis zur endgültigen Klärung des Vorfalls verschoben wird. Dies könne durchaus Jahre dauern, so der 71-Jährige.

Bei dem Mitarbeiter soll es sich offiziellen Angaben zufolge um den Technik-Chef Jochen Großmann handeln, der das Problem mit der komplexen Entrauchungsanlage am Hauptstadtflughafen lösen sollte. Nun wurde bekannt, dass er von einem Auftragnehmer Vorteile gefordert haben soll.



BER-Chef Hartmut Mehdorn bedauerte den Vorfall und kündigte Konsequenzen an. „Sollte sich der Korrupionsverdacht bestätigen, werden wir natürlich umgehend handeln. Doch so lange die Ermittlungen andauern, bitten wir noch um ein wenig Geduld.“

Verärgert zeigte sich Mehdorn in Hinblick auf die für morgen geplante Eröffnung des Hauptstadtflughafens. „Wir sind fest davon ausgegangen, dass wir morgen endlich mit dem Betrieb beginnen können. Es war alles fertig. Ehrlich!“
Doch nach dem nun publik gewordenen Bestechungsskandal werde sich der Starttermin vorerst bis auf weiteres verschieben.

„Das ist wirklich ziemlich ärgerlich, aber uns bleibt nichts anderes übrig“, so Mehdorn weiter. Er wisse natürlich nicht, wie schnell der Fall aufgeklärt werde, „aber rechnen Sie mal so mit zwei bis vier Jahren“.



 (JME/Foto: OTFW [CC BY-SA 3.0])

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