Colin Powell präsentiert Satellitenbilder von russischen Truppenbewegungen

10. April 2014 ·

Colin Powell in seinem Element: mit Hingabe präsentiert er Beweise.
Colin Powell in seinem Element: mit Hingabe präsentiert er Beweise.

Moskau/Brüssel/Kiew (EZ) | 10. April 2014 | Die NATO hat heute Satellitenbilder vorgestellt, die Bewegungen des russischen Militärs nahe der Grenze zur Ukraine zeigen sollen. Wegen seiner Erfahrung auf dem Gebiet durfte der ehemalige US-Außenminister Colin Powell die Bilder präsentieren.Powell gilt noch immer als Spezialist für die Präsentation von beweiskräftigen Satellitenbildern. Da lag es für die NATO nahe, dass der ehemalige Außenminister der USA heute Mittag der interessierten Weltöffentlichkeit Bilder vorstellen durfte, die „zweifelsfrei Truppenbewegungen der russischen Armee“ zeigen, so Powell.

Er ist zwar ein wenig in die Jahre gekommen, aber Powell beherrscht immer noch alle Regeln der Kunst. Mit der von ihm gewohnten Souveränität führte er durch die Pressekonferenz im Hauptquartier der NATO in Brüssel.



Die Bilder des britischen Unternehmens Digital Globe zeigen in allen Einzelheiten, wie Panzer und Soldaten sowie Flugzeuge des russischen Militärs Stellung beziehen, so Powell. Aus Versehen sprach er kurz von „Langstreckenraketen“ und „Massenvernichtungswaffen“, die angeblich stationiert worden seien. Das war allerdings ein Lapsus, den er sofort zurücknahm.

Beobachter zeigten sich erstaunt, wie souverän und wortgewandt Powell den Sachverhalt schilderte. „Er hat wirklich nichts verlernt,“ sagte ein Journalist einer Niederländischen Zeitung, der Anfang der 2000er für einen TV-Sender aus Washington, D.C., berichtete.

Mit im Saal war die ehemalige Sicherheitsberaterin des ehemaligen Präsidenten George W. Bush, Condoleeza Rice. Sie wollte sich den Auftritt Powells nicht entgehen lassen.



(JPL/Foto: Weißes Haus [PD-USGOV-POTUS])

  • Schlecht (0)
  • Sehr schlecht (0)
  • Hundsmiserabel (0)
  • Mir egal (0)
  • Ich will nicht auf einen dummen Button klicken (0)

Diesen Beitrag bezahlen

Sie können den Artikel, den Sie gerade gelesen haben, jetzt bezahlen. Abgewickelt wird unkompliziert über Paypal, es gibt aber noch andere Zahlungsmethoden (SEPA und Kreditkarte bspw.). Ihr Geld landet übrigens bei einem seriösen Verlag, nämlich beim Seriösen Verlag.



Next Post

Rentenproblem gelöst: Regierung führt Wehrpflicht ab 63 ein

Berlin (EZ) | 14. April 2014 | Seit Wochen diskutiert die Große Koalition über die Rente mit 63. Nun wurde sich auf einen Kompromiss geeinigt. Ab 2015 wird die vor drei Jahren abgeschaffte Wehrpflicht wieder eingeführt. Dann jedoch ausschließlich für…
Read
Previous Post

USA wollen 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs mit Drittem Weltkrieg gedenken

Washington, D.C. (EZ) | 8. April 2014 | Der amerikanische Präsident Barack Obama hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, um an den 100. Jahrestag des Ausbruchs des ersten Weltkriegs feierlich zu erinnern: zum Gedenken wollen die USA den Dritten Weltkrieg beginnen und damit den…
Read
Random Post

Leserbriefe

Briefe an die Redaktion. Zum Artikel SATZZEICHEN-REFORM: KOMMA DARF KÜNFTIG HINTER JEDES WORT GESETZT WERDEN (22/2020): Wenn diese Neuerung kommen sollte, dann wird die deutsche Rechtschreibung von vielen noch schlimmer als sie eh schon ist. Was man in den letzten…
Read
Random Post

Zu viele Verluste: IS arbeitet an sichereren Sprengstoffgürteln für Attentäter

Rakka (EZ) | 5. Februar 2016 | Wie heute bekannt wurde, soll der IS seit 2014 ein Fünftel seiner Kämpfer verloren haben. Die Gründe sollen nach Angaben der Terrormiliz u.a. an den oft lebensgefährlichen Sprengstoffgürteln liegen, die viele Attentäter tragen.…
Read
Random Post

74 Jahre nach Kriegsende: Sachsen soll nächstes Jahr endlich entnazifiziert werden

Dresden (EZ) | "Es hat ein bisschen gedauert, aber nun fangen wir auch dort an": Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges teilten die vier Siegermächte mit, ab 2019 auch endlich Sachsen zu entnazifizieren. Nur zufällig fällt diese Bekanntgabe mit…
Read
Random Post

Begeisterter Empfang: Bewohner des Jupiters heißen Nasa-Sonde herzlich Willkommen

Jupiter-City (EZ) | 5. Juli 2016 | Nach fünf Jahren und rund 2,8 Milliarden km Reise hat die Nasa-Sonde Juno endlich die Umlaufbahn des Jupiters erreicht. Empfangen wurde sie von einer frenetischen Menge Jupitanern. Der Bürgermeister sprach von einem „historischen…
Read