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BND musste eigenes Spähprogramm beenden, weil das Datenvolumen aufgebraucht ist

9. August 2013 ·

Der BND wollte auch mal gerne groß mitspielen bei der Terrorabwehr. Wieder einmal hat die Telekom einen großen Traum zerstört.
Der BND wollte auch mal gerne groß mitspielen bei der Terrorabwehr. Wieder einmal hat die Telekom einen großen Traum zerstört.

Berlin/Pullach (EZ) | 9. August 2013 | Nach kurzer Zeit musste der Bundesnachrichtendienst (BND) sein eigenes internationales Spähprogramm beenden, wie der Dienst heute bekannt gab. Grund war das Datenvolumen, das schnell ausgeschöpft war.

Der Bundesnachrichtendienst musste heute gegenüber Einer Zeitung einräumen, dass an einem eigenen Programm gearbeitet wurde, das ähnlich wie PRISM und Tempora den internationalen Datenverkehr überwachen sollte. Das Programm wurde aber zumindest für diesen Monat August eingestellt, weil das Datenvolumen ausgeschöpft ist.

Heimlich, still und leise startete der BND die Überwachung am 1. August. Schon nach wenigen Minuten war allerdings das verfügbare Highspeed-Datenvolumen, das von der Telekom im Monat zur Verfügung steht, aufgebraucht. Seitdem filterte der BND das Netz mit maximal 56 kbit/s.

Weil damit nicht effektiv nach Terroristen gefahndet werden kann, pausiert das Programm bis zum 1. September, wenn wieder die volle Geschwindigkeit zur Verfügung stehen wird. Der BND betont, dass die Sicherheit der Bundesrepublik dennoch gewährleistet ist. Derzeit verhandelt die Behörde mit der Telekom über eine deutliche Erhöhung des Volumens, was allerdings mit höheren Kosten verbunden wäre.

Der Geheimdienst hat mit dem Ausbau eines eigenen Programms begonnen, um sich von den amerikanischen und britischen Diensten unabhängiger zu machen.

(JPL/Foto: Fleshstorm [CC BY SA 3.0])


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