"Glaubwürdigkeitsproblem": Peer Steinbrück wettert gegen Kanzlerkandidat Peer Steinbrück

Berlin (EZ) | 21. November 2012 | Der Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, habe ein enormes Glaubwürdigkeitsproblem, sagte Steinbrück in gewohnt deutlicher Sprache heute Morgen.  Dem vorangegangen war die Fehlbesetzung seines sogenannten Online-Beraters, einem ehemaligen Hedgefonds-Manager.

Der Kanzlerkanditat der SPD sei eine komplette Fehlbesetzung, sagte Steinbrück heute Morgen in einer Rede vor 1.000 kurz vor der Entlassung stehenden UBS-Bänkern in Zürich (20.000 CHF Aufwandsentschädigung, etwa 16.000 Euro).

Schwer zu erklärende Gagen als Redner, eine bizarre Auseinandersetzung mit den Stadtwerken Bochum und vor wenigen Tagen die Berufung des österreichischen Unternehmers Roman Maria Koidl als Berater - die Kandidatur des SPD-Mannes Peer Steinbrück als Bundeskanzler stehe unter keinem guten Stern. Steinbrück redete wie gewohnt Klartext.

Hat der Genosse Steinbrück noch zähneknirschend seine hohen Gagen, die wenigen Redebeiträge im Bundestag und seine eigene  Großkotzigkeit hingenommen, wettert er nun knallhart gegen den Kandidaten der Sozialdemokraten.

Kein gutes Haar ließ er an der Personalwahl Steinbrücks. Den ehemaligen Hedgefonds-Manager Roman Maria Koidl als Online-Berater einzustellen, sei eine katastrophale Fehlentscheidung gewesen. Koidl hat in der Vergangenheit als sogenannte "Heuschrecke" Millionen verdient. Auch sein Wohnsitz im "Steuerparadies Schweiz", so Steinbrück, hätte den Kanzlerkandidaten stutzig machen müssen. "Wenn Steinbrück es ernst meinen würde, dann hätte er doch so einen Menschen nicht eingestellt!", polterte Steinbrück. "Will der denn die Wähler verarschen?"

Ihm stößt auch sauer auf, sagte Steinbrück mit hochrotem Kopf, dass Frauen in seinem Wahlkampf wohl keine Rolle spielen werden. "Sich hinstellen und sagen, die Frauen umwerbe ich gar nicht erst, die wählen mich ohnehin nicht - ja, wie bescheuert bin ich denn?"

Er forderte seine Partei auf, sich einen anderen Kandidaten zu suchen, der die SPD besser repräsentiert. "Mit so einem heuchlerischen Knallkopp gewinnt man doch keinen Blumentopf!"

(JPL/Foto: Dirk Vorderstraße [CC BY 2.0])
Steinbrück, PeerPeer Steinbrück, der Kanzlerkandidat der SPD, ist sauer.







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