Steinbrück redet 105
Minuten auf Parteitag - SPD erwartet teuersten
Wahlkampf ihrer Geschichte
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Berlin/Hannover (EZ) |
10. Dezember 2012 | Auf dem Sonderparteitag der
Sozialdemokraten gestern in Hannover hielt Peer
Steinbrück eine sehr lange Rede. Führende SPD-Mitglieder
rechnen nun mit einem kostenintensiven Wahlkampf.
Es deutet sich an, dass die SPD sehr viel Geld in die Hand nehmen muss, um im Herbst 2013 Kanzlerin Angela Merkel abzulösen. Peer Steinbrück hielt gestern in Hannover eine über eineinhalbstündige Rede. Parteichef Sigmar Gabriel gab nach Steinbrücks Kür zu, dass man versäumt hatte, eine Redezeitbegrenzung zu vereinbaren. Auch wurde offenbar nicht über eine Pauschalgage gesprochen. Gabriel fügte aber hinzu, dass gute Leute nun mal teuer seien und das Geld sehr gut in einen Machtwechsel investiert wäre. SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks wurde beobachtet, wie sie während Steinbrücks Rede immer wieder nervös auf ihre Uhr schaute. Nach 90 Minuten bat sie einen Mitarbeiter, ihr einen Taschenrechner zu bringen. Sichtlich erleichtert jubelte sie als Allererste laut auf, als der Kandidat seinen Beitrag beendete. Führende SPD-Kräfte erwarten nun einen sehr teuren Wahlkampf. Hinter vorgehaltener Hand zeigt man sich in der Partei aber auch verärgert darüber, dass Steinbrücks Gagen erst nach seiner Aufstellung durch die sogenannte Troika im Oktober bekannt wurde. Allerdings zeigten die Erfahrungen der Vergangenheit mit Amateuren wie Frank-Walter Steinmeier oder Rudolf Scharping als Spitzenkandidaten, dass auch die SPD nicht um eine Professionalisierung herum komme. (JPL/Foto: SPD)
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Die SPD
muss für ihren Spitzenkandidaten Peer
Steinbrück wahrscheinlich tief in die Tasche
greifen. |
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