Politik
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•Familienministerin legt
Konzept gegen Kindesmissbrauch vor
Berlin (EZ) | 17. Juli 2010
| Bundesfamilienministerin
Kristina Schröder (CDU) hat nach den vielen Fällen von
Kindesmissbrauch, die in den letzten Monaten in der Bundesrepublik
bekannt wurden, nun ein Präventionskonzept vorgestellt.
Wie
Schröder am Freitag bei der Bundespressekonferenz in Berlin
erklärte, habe ihr Haus in Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden
und den Kirchen ein Papier erarbeitet, dass in den nächsten Wochen im
Bundeskabinett diskutiert werden soll.
"Sexueller Missbrauch von Kindern und
Schutzbefohlenen ist das
Schlimmste, was Menschen Kindern antun können", so die Ministerin.
"Durch die Aufdeckungen in den letzten Monaten sahen wir uns gezwungen,
Massnahmen zu ergreifen, die diese abscheulichen Taten verhindern
sollen."
Mit an den Verhandlungstischen saßen
unter anderem Vertreter der
katholischen Kirche und freien Schulen. Allein in der hessichen
Odenwaldschule soll es Angaben von ehemaligen Schülern zufolge seit den
1970ern vermehrt zu Übergriffen von Lehrern an Schülern gekommen sein,
von mehr als 170 Ehemaligen liegen Aussagen vor. "Unser Ziel ist es,
die Kinder in Zukunft zu schützen. Deshalb müssen wir heute miteinander
reden und nach den Ursachen der Übergriffe suchen", sagte Schröder. "Es
ist wichtig, die Beweggründe zu sehen. Nur Verbote nützen da offenbar
nichts."
Verhandlungspartner
der Kirchen sehen das Zölibat nicht als Ursache. "Das Zölibat hat damit
nichts zu tun. Die Mehrheit unserer Priester hält sich uneingeschränkt
daran.", so Kardinal Lehmann, der an den Gesprächsrunden teilnahm. "Das
sieht man auch daran, dass es an anderen Institutionen ebenfalls zu
solchen Handlungen kam."
Der Präsident des Kinderschutzbundes,
Heinz Hilgers, sieht es ähnlich.
"Das Problem scheint eher humanimmanent zu sein."
Dieses
Mädchen hat nach
Ansicht der Regierung dank ihres Übergewichtes ein geringes Risko, von
perversen Klerikalen oder kranken Pädagogen vergewaltigt zu werden.
Nach wochenlangen Diskussionen habe sich
ein Vorschlag aus dem
Familienministerium als mehrheitsfähig erwiesen. "Mein Ministerium hat
den Vorschlag unterbreitet, das erst kürzlich beschlossene und
mittlerweile bereits vom Bundesrat verabschiedete Gesetz zur Förderung
der Kindesgesundheit in wesentlichen Sätzen zu verändern und den
Erkenntnissen der Gesprächsrunden anzupassen", so Ministerin Schröder.
Demnach sollen die von der Bundesregierung zur Gesundheitsförderung
bereit gestellten Mittel drastisch reduziert werden. "Durch die
gesunde, auf Gemüse und Vollkorn basierende Schulspeisung sind die
Kinder zwar gesünder und kräftiger geworden, aber für viele Priester
und Lehrer eben auch attraktiver. Diese unangenehme Nebenwirkung des
Gesetzes werden wir nun korrigieren." Im Diskussionskreis zur
Prävention von Kindesmissbrauch habe sich die Erkenntnis duchgesetzt,
dass es vor allem dünne, kräftige und makellose junge Körper seien, die
Kinder zu Objekten der sexuellen Begierde machen. "Wir sind uns nun
sicher, dass eher dickliche und kränkliche Kinder den potenziellen
Tätern keinen Grund geben, sie unsittlich zu berühren", so ein
Teilnehmer.

Die Grafik erhärtet die
Postion
des
Familienministeriums: Je fetter die Kinder, desto seltener werden sie
Opfer sexuellen Missbrauchs.
Schröder erhofft sich von der Massnahme eine abtörnende Wirkung. "Ganz
sicher wird damit natürlich nicht jeder Missbrauch verhindert. Aber wir
befinden uns damit auf dem richtigen Weg."
Kanzlerin
Merkel begrüßte die Ergebnisse des Ministeriums. "Damit sparen wir auf
wir jeden Fall viel Geld für die Schulspeisung."
(PGA / Foto: Robert
Lawton)
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