Jubelstimmung in der FDP:

Westerwelle kündigt Fallschirmsprung an

Berlin (EZ) | 21. April 2011 | Im Berliner Thomas-Dehler-Haus, dem Sitz der FDP-Bundeszentrale, brach am Morgen laut vernehmbare Erleichterung aus: Auslöser war die Ankündigung des noch amtierenden Vorsitzenden Guido Westerwelle, demnächst einen Fallschirmsprung zu unternehmen.

Westerwelle gab bekannt, nach seiner Dienstreise nach Disneyland seinen ersten Fallschirmsprung unternehmen zu wollen. Er wolle damit vor allem neue körperliche Erfahrungen machen, heißt es.

Christian Lindner, Generalsekretär der liberalen Nichtregierungsorganisation, begrüßte Westerwelles Idee und erwarte von dem geplanten Fallschirmsprung eine hohe mediale Aufmerksamkeit.

Der designierte Nachfolger als Bundesvorsitzender, Philipp Rösler, sagte: "Das ist zwar keine wirklich neue Idee, aber so etwas verspricht tatsächlich mehrtägige Berichterstattung."

Der schleswig-holsteinische FDP-Chef Wolfgang Kubicki dagegen äußerte zunächst Bedenken. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte er: "Das ist ja alles schön und gut. Letztendlich müssen darauf aber personelle Konsequenzen folgen." Er erinnerte daran, dass ein Fallschirmsprung alleine nicht alle Probleme lösen kann, aber durchaus geeignet sei, einen Umbruch innerhalb der Partei herbeizuführen.

Guido Westerwelle selber freute sich sehr ob der ihm von seiner Partei entgegengebrachten Sympathie für den gewagten Sprung: "Nach all den Reibereien in den letzten Wochen und Monaten begrüße ich es natürlich sehr, dass die Partei bei meinem ersten Fallschirmsprung hinter mir steht." Er betonte, dass trotz aller sachlichen Dispute der zwischenmenschliche Umgang innerhalb der FDP stimmt.

(JPL/ Foto: StromBer)
Fallschirmspringer mit ReserveschirmEin korrekt angebrachter Reserveschirm, hier deutlich sichtbar, kann im Extremfall den Erfolg von Westerwelles PR-Aktion gefährden.




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