Neuer Verkehrsminister Dobrindt fordert Tempolimit von 0 km/h

Geschwindigkeitsbegrenzung

Berlin (EZ) | 19. Dezember 2013 | Die Große Koalition ist erst wenige Tage alt, da gibt es bereits den ersten revolutionären Vorstoß. Alexander Dobrindt (CDU), neuer Verkehrsminister und Nachfolger von Peter Ramsauer (CSU), fordert eine radikale  Geschwindigkeitsbegrenzung auf 0 km/h. Auf diese Weise soll die hohe Zahl der Verkehrsunfälle massiv gesenkt werden.

Der ehemalige Generalsekretär der CDU und jetzige Bundesverkehrsminister der Großen Koalition (GroKo) erklärt, dass er mehrere Rechenbeispiele aufgestellt habe, wie sich die Zahl der jährlichen Verkehrsunfälle effizient reduzieren lasse.
Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass die Höhe der Geschwindigkeit, mit der ein Verkehrsteilnehmer in seinem Fahrzeug unterwegs ist, im direkten Zusammenhang mit der Anzahl der verursachten Unfälle stehen könnte.

„Wir konnten errechnen, dass von den rund 2,5 Millionen polizeilich erfassten Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr, nahezu 2,5 Millionen Verkehrsunfälle nicht passiert wären, wenn sich die Verkehrsteilnehmer an eine maximale Höchstgeschwindkeit von 0 km/h gehalten hätten.

Laut Dobrindt soll das gesetzliche Tempolimit zunächst nur für Kraftfahrzeuge gelten.
Fußgänger und Fahrradfahrer dagegen dürften sich vorerst auch weiterhin mit 50 km/h innerorts und 100 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften bewegen.