»Ach, mach‘ ich nächste Pandemie«: Mann schiebt Buchprojekt und Brot backen noch mal auf

Bremen (EZ) | Für den Bremer Markus Feldheimer kommen die vielen Lockerungen zu früh: Er hatte sich für die Pandemie ambitionierte Projekte vorgenommen, die nun leider bis zur nächsten weltweiten Seuche warten müssen.

»Ich wollte gern meinen Roman zu Ende schreiben, beziehungsweise mal überhaupt mit dem Schreiben anfangen«, berichtet der 33-Jährige. »In normalen Zeiten kommt man zu so was ja nicht. Und so ein Brot wollte ich auch mal backen. Tja, schade, jetzt machen mir die offenen Cafés, Kneipen und Veranstaltungen natürlich leider einen Strich durch die Rechnung.«



Dabei hatte er schon alles vorbereitet. »Ich war jetzt kurz davor, mal meine Geschichte zu sortieren. Das soll ein Roman werden oder eine Novelle, mal gucken. Auf jeden Fall soll es um Zeitreisen oder Tierschutz gehen.« Aber gerade an dem Wochenende, an dem er sich über die Gültigkeit seiner Microsoft-Office-Lizenz informieren wollte, hatte in Bremen die Außengastronomie wiedereröffnet.

»Das war ein herber Schlag für mein Vorhaben«, sagt der Industriezeichner niedergeschlagen. »Und am nächsten Tag wollte ich nach einem Rezept für dieses Bananenbrot suchen, von dem alle reden.« Aber da musste er sich das Treiben in der Innenstadt anschauen, wo die Geschäfte wieder weitgehend geöffnet waren.

Jetzt hofft Feldheimer auf den nächsten Lockdown. »Mal sehen, vielleicht kommen ja irgendwann wieder ein oder zwei Wochen mit nächtlicher Ausgangssperre. Das würde meinen Projekten sicher helfen.«



Fürs Erste allerdings hat er seine Pläne bis zur nächsten Pandemie verschoben. »Die kommt ja bestimmt, vielleicht sogar noch vor meiner Rente.« Aus Frust wird er dieses Wochenende erst einmal nicht mehr in Kneipen gehen und Freunde treffen, sondern sich wie die letzten Monate vor den Fernseher setzen.

(JPL/Foto: Von Hadi – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, Link – bearbeitet)