Zu viele Personen auf einem Haufen – Bundesregierung zieht Wimmelbücher aus dem Verkehr

Berlin (EZ) | 11. Mai 2021 | Weil es in diesen Zeiten ein fatales Vorbild für Kinder ist, hat die Bundesregierung tausende Wimmelbücher aus dem Verkehr gezogen.

Wie ein Sprecher bestätigt, habe man Anfang der Woche damit begonnen, alle Wimmelbücher aus den Regalen der Buchhandlungen zu entfernen. „Jedes Bild zeigt eine unfassbar große Anzahl von Menschen, die sich gebündelt an einem Fleck befinden“, heißt es in einer offiziellen Begründung. Die AHA-Regeln seien dabei völlig außer Acht gelassen. Es werde weder Abstand gehalten, noch trügen die Personen eine Atemschutzmaske. „Stattdessen vergnügen sich Jung und Alt in Zoos, Parks, an Seen oder auf Jahrmärkten – alles, was derzeit absolut untersagt ist.“



Kindern werde damit ein völlig falsche Bild der Realität vermittelt. „Sie lernen, dass es normal ist, sich mit vielen anderen Menschen dicht an dicht und Einhaltung der Hygieneregeln an Orten aufzuhalten, die Spaß versprechen und ein positives Lebensgefühl hervorrufen.“ Das sei aber in Zeiten der Pandemie nicht der Fall. Deshalb habe man sich dazu entschlossen, alle Wimmelbücher unverzüglich aus dem Verkehr zu ziehen.

Man überlege, stattdessen mit den deutschen Verlagen an neuen zeitgemäßen Wimmelbüchern zu arbeiten. „Denkbar ist, dass künftige Wimmelbücher so aussehen, dass zum Beispiel eine Person in einem großen Park alleine auf einer Bank sitzt und eine Maske trägt. Das würde die Realität perfekt wiederspiegeln und die Kinder aufs richtige Leben vorbereiten.“

(JME/Foto: Von Caro Wedekind (foxitalic.de) –bearbeitet, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)