Grundgesetz wird in Emojis übersetzt

Berlin (EZ) | Die Bundesregierung geht mit der Zeit. Weil Emojis mittlerweile einen Großteil der schriftlichen Kommunikation ausmachen und sie in allen Sprachen verständlich sind, soll das Grundgesetz nun als Emoji-Fassung erscheinen.

„Es gibt noch ein paar Einzelheiten zu klären“, sagt Innenminister Horst Seehofer. So sei zum Beispiel noch nicht abschließend klar, mit welchem Emoji man die Würde des Menschen darstellen wolle. Denkbar sei  oder „Aber das sind Kleinigkeiten, die wir gemeinsam mit Graphikern und Emoji-Experten sowie einer Gruppe von Achtklässlern derzeit noch ausarbeiten.“



Die meisten Artikel seien bereits übersetzt. So soll es bei Artikel 3, Absatz 1 z.B. zukünftig nicht mehr heißen „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“, sondern stattdessen so abgedruckt werden: 

Dieselben Emojis sollen auch für die Artikel zur Gleichheit zwischen Mann und Frau sowie zur Religionsfreiheit eingesetzt werden.

Der Vorteil eines Emoji-Grundgesetzbuches liegt laut Regierungssprecher Steffen Seibert auf der Hand: „Sie werden von jung bis einigermaßen alt verstanden, sie unterliegen keiner festen Sprache und sie sind schön bunt, was das Grundgesetz wiederum auch für Kinder interessant macht.“



(BSCH/Bilder: Emoji: Emoji One, CC BY-SA 4.0; Flagge: Emoji One, CC BY-SA 4.0; GG: Bundeszentrale für politische Bildung/bpb – www.bpb.de, PD-Schöpfungshöhe, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3987818)

Erstmals veröffentlicht am 29.07.2016

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