Frau erbt 10 Millionen Dollar von unbekanntem Verwandten aus Burkina Faso

16. Mai 2020 ·

Weil sie ihre Mails aufmerksam gelesen hat, hat eine Frau (Abbildung ähnlich) aus Karlsruhe nun keine Geldsorgen mehr.

Karlsruhe (EZ) | Es war eine Mail aus Burkina Faso, die eine Frau aus Karlsruhe praktisch über Nacht zur Multimillionärin machte. Die 42-jährige Krankenschwester wurde darin über ein sehr großzügiges Erbe informiert.

Am 7. März hat sich das Leben von Anja Rühling grundlegend verändert. Nachdem die 42-jährige Krankenschwester nach der Arbeit ihre E-Mails abrief, traute sie ihren Augen kaum, als sie im Spamordner eine Mail aus Burkina Faso fand.



„Ich dachte, ich falle aus allen Wolken, als ich plötzlich im Betreff las, dass ich 10 Millionen Dollar bekommen soll“, so die glückliche Jungmillionärin. Das auf Englisch verfasste Schreiben begann mit dem gut sichtbaren Hinweis, dass es sich um keinen Scherz handele. „Einer meiner Verwandten soll mit dem Flugzeug abgestürzt sein und mir diese unglaubliche Summe vermacht haben. Es wurde mir immer wieder versichert, dass das alles kein Witz sei.“

Nachdem sie schließlich der Aufforderung nachkam, die im Anhang liegende Zip-Datei zu öffnen, wurde sie auf eine Internetseite weitergeleitet, wo sie sämtliche Daten zur Verifizierung eingeben musste.

„Natürlich musste ich mich ausweisen, was bei der horrenden Summe nicht weiter verwunderlich ist“, so Rühling. Aber nur wenige Minuten, nachdem sie ihren Personalausweis gescannt und ihre Kontodaten samt PIN durchgegeben hatte, folgte bereits eine Bestätigungsmail mit der Ankündigung, dass das Geld in den nächsten Tagen ihr Konto erreichen würde. Sie müsse bloß noch einmal drei Links anklicken, die sich am unteren Ende der Mail befänden.



Am 14. März, nur eine Woche nach Erhalt der Mail, war das Geld schließlich auf ihrem Konto. „Ich ging zur Bank und sah auf meinen Auszügen einen Eingang über knapp 8,8 Millionen Euro. Es war der absolute Wahnsinn!“

Doch die Freude über den neuen Reichtum wird getrübt durch den Verlust des anonymen Verwandten, den sie bei dem Flugzeugabsturz verlor.
„Man wollte mir seinen Namen nicht nennen, aber ich schließe ihn täglich mit in meine Gebete ein“, so die 42-Jährige unter Tränen.

Fälle wie dieser sind laut Nachlassverwalter Hagen Beuchert keine Seltenheit. „Es passiert häufiger als man denkt, dass vermeintlich unbekannte Verwandte, von denen man zuvor noch nie etwas gehört hat, größere Millionenbeträge an ahnungslose Bürger vererben.“
Allerdings scheinen viele Empfänger solchen Mails nicht zu trauen oder sind aus unerfindlichen Gründen mit der Situation überfordert, sodass sie nie darauf reagieren.

Im letzten Jahr seien dadurch alleine rund 780.000.000.000 Dollar an wohltätige Zwecke gespendet worden, so Beuchert.

Anja Rühling freut sich unterdessen, die Mail geöffnet zu haben. „Das war die beste Entscheidung in meinem Leben“, so die zweifache Mutter glücklich.

(Erstamls veröffentlicht am 9. Oktober 2011)

(JPL/Foto: „FEMA – 19762 – Photograph by Greg Henshall taken on 11-28-2005 in Louisiana“ von Greg Henshall – This image is from the FEMA Photo Library.. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

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