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Folgen der Hitzewelle: Experten warnen vor Kamelplage im Spätsommer

26. Juni 2019 ·

Münster (EZ) | Die aktuelle Hitzewelle in Deutschland hat ihre Folgen. Experten warnen nun vor einer Kamelplage für den Spätsommer.

„Durch die Hitze und Trockenheit konnten sich die Paarhufer hier extrem schnell vermehren“, so Professor Thomas Mehlenkamp, Biologe an der Universität in Münster. „Es herrschen praktisch im kompletten Bundesgebiet perfekte Bedingungen für Kamele.“

Bereits Anfang Juni seien erste Schwärme in Gärten und Sandkisten beobachtet worden. Doch den Höhepunkt erreicht die Plage laut Mehlenkamp erst Ende Juli, Anfang August und dann bis in den September hinein.

„Kamele sind zwar lästig, aber weitestgehend ungefährlich“, so der Biologe. „Sie stechen und beißen nicht.“ Man dürfe sie nur nicht provozieren. „Dann kann es passieren, dass sie zutreten.“

Dass man sich beim Essen versehentlich an einem Kamel verschluckt, glaubt Mehlenkamp hingegen nicht. „Es passiert äußerst selten, dass sich ein solches Tier in einem Bierglas versteckt oder sich auf der Gabel mit der Bratwurst niederlässt.“

Auch vor dem Gebrauch von Fliegenklatschen rät er ab. „Bisher haben die sich als überwiegend wirkungslos erwiesen.“ Stattdessen solle man sich aus dem Baumarkt ein Kamelnetz besorgen, das man vor die Fenster und Türen hängt, „damit man die Viecher nicht in seiner ganzen Wohnung hat.“ Erst kürzlich musste eine Familie aus Heilbronn Kameltreiber aus Afrika einfliegen lassen, die die Tiere aus dem Haus jagten.

Experten vermuten indes, dass sich die Plage von selbst wieder auflöst. „Spätestens im Herbst und Winter verschwinden die Kamele freiwillig.“ Bis dahin solle man sie einfach ignorieren und sich darüber freuen, dass es keine Mücken sind.

(JME/Foto: By Rudolf Klein – Own work (Original text: Eigene Fotografie), CC BY-SA 3.0, Link)

Erstmals veröffentlicht am 15.08.18


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