BER-Verantwortliche finden Brexit-Aufschübe „nur noch peinlich“

9. April 2019 ·

BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup
BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup

Berlin (EZ) | 9. April 2019 | Das nicht enden wollende Brexit-Chaos sorgt auch bei den BER-Verantwortlichen zunehmend für Ärger. Nun äußerte sich erstmals BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup zu dem Thema und nannte die permanenten Aufschübe „dilettantisch und mehr als peinlich“.

„Man hätte den Brexit eleganter lösen können“, so der Flughafenchef in einem Interview. „Es gab einen festen Austrittstermin, den hätte man locker einhalten können, doch stattdessen kam es erneut zu zahlreichen Abstimmungen und Verschiebungen.“



Lütke Daldrup bezweifelt, dass es in den nächsten ein, zwei Monaten zu einem Austritt der Briten aus der EU kommen wird. „Ich wette, dass die Europäische Union einem Brexit bis nächstes Jahr zustimmen wird. Aber wenn das dann soweit sein wird, werden die Briten wieder einen Grund für einen weiteren Aufschub finden.“ Das sei hochgradig peinlich und unverantwortlich.

„Die Menschen brauchen Gewissheit. Am Ende führt das ganze Chaos dazu, dass die Briten auch in zehn Jahren noch nicht aus der EU ausgetreten sein werden. Das ist doch eine Dauerbaustelle dort.“

Er sei froh, dass solche chaotischen Zustände nicht in Deutschland herrschten. „Da würde der Bund, aber auch das Volk niemals mitspielen und zurecht Druck ausüben, sodass es nicht zu grundlosen Verzögerungen kommt und Versprechungen auch eingehalten werden, so der BER-Chef, der sich auf die planmäßige Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens im nächsten Jahr sehr freue.



(JME/Foto: By Heinrich-Böll-StiftungFlickr: Engelbert Lütke Daldrup, CC BY-SA 2.0, Link)

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