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Wieder verrechnet? Lungenarzt sagt seinem Patienten, dass er noch vier Wochen zu leben hat


Detmold (EZ) | 16. Februar 2019 | Da hat sich wohl erneut ein Pneumologe um den Faktor 1000 verrechnet: Ein Detmolder Krebspatient hat seinen Facharzt, einen niedergelassenen Lungenarzt, gestern nach einer vermeintlich erschütternden Prognose gutgelaunt verlassen und freut sich nun auf viele weitere Jahre. 

Es hat angefangen mit Schmerzen in der Brust, Husten und blutigem Auswurf. Doch dachte der Prokurist Holger Münch noch vor wenigen Tagen, er wäre einfach viel zu spät zum Arzt gegangen und ihm bliebe nun nur noch wenig Zeit, verließ er seinen Arzt gestern früh mit einem sehr guten Gefühl. 



„Natürlich war ich mir sicher, dass er mir sagt, ich hätte nicht mehr lange zu leben“, so Münch mit dem Lächeln eines ehemals Todgeweihten. Der Pneumologe, seit 1993 niedergelassen, eröffnete das Gespräch dann auch wie erwartet mit ernster Miene. „Ja natürlich“, so Münch, „ich rauche seit 31 Jahren und habe alle Symptome lange ignoriert. Da darf ich mich nicht wundern, wenn der Krebs hartnäckig seine Arbeit macht.“ Als der Arzt aber sagte, Münch blieben nur noch maximal vier Wochen zu leben, wich die Anspannung von ihm. 

„Rechnen und Mathematik sind ja bekanntlich nicht die größten Stärken der Lungenärzte“, sagt Münch erlöst. „Die sind auf andere Dinge spezialisiert, und darin sind die auch super.“ Nun freut Münch sich auf viele weitere Jahre, die er noch mit seinen Liebsten verbringen darf. „Wenn ich konservativ den Faktor 1000 annehme, um den sich der Doktor vertan hat, bleiben mir ja noch, äh…tausend mal vier Wochen. Glaube ich.“ Für ihn klingt das nach viel. 

Nach dem morgendlichen Arztbesuch ging Münch nach Hause und verkündete seiner Familie die frohe Botschaft.

(JPL/Foto: By X-ray(Chest)Cancer.jpg: unknownderivative work: Anassagora (talk) – X-ray(Chest)Cancer.jpg, Public Domain, Link

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