Initiator des Volksbegehrens „Rettet die Stechmücken!“ fragt sich, was er falsch gemacht hat

13. Februar 2019 ·

Ingolstadt (EZ) | 13. Februar 2019 | Das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ wurde von mittlerweile über einer Million Bayern unterschrieben. Ein parallel laufendes Volksbegehren mit dem Namen „Rettet die Stechmücken!“ wartet immer noch auf die ersten Unterstützer.

Es ist ein deutlicher Erfolg: Bis zum heutigen Ende der Unterzeichnungsfrist haben über eine Million wahlberechtigte Bayerinnen und Bayern für das „Volksbegehren Artenvielfalt“ (auch bekannt als „Rettet die Bienen!“) unterschrieben – mehr als die gesetzlich erforderlichen 950.000. Nun wird sich der Bayrische Landtag mit dem Begehren, das unter anderen von den Grünen und der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) initiiert wurde, befassen müssen.



Zeitgleich versucht eine Gruppe von Umweltschützern ebenfalls, ihr Anliegen für mehr Schutz der Insektenvielfalt in Bayern bekannter zu machen. Die Initiative „Rettet die Stechmücken!“ schaut mit großer Verwunderung auf den Zuspruch, den „Rettet die Bienen!“ erhält.

„Wir haben ganz ähnliche Forderungen an die Politik“, sagt der Sprecher des Volksbegehrens, Walter Schnittmann. „Wir fordern mehr Schutz für die heimische Fauna, mehr ökologische und nachhaltige Landwirtschaft und weniger Einsatz von Pestiziden.“ Warum sich die Leute dennoch eher für „Rettet die Bienen!“ entschieden statt für „Rettet die Stechmücken!“, ist ihm ein großes Rätsel.

„Dabei lagen unsere Formulare ja in denselben Rathäusern aus wie die der Kollegen“, so Schnittmann. „Auch unsere Plakate und Flyer waren kaum zu übersehen.“ Zudem haben sie sich mit der Gemeinen Stechmücke (Culex pipiens) ein Symbolinsekt ausgesucht, das jeder Mensch zum Beispiel von der Windschutzscheibe kennt, mit dem alle mal in Kontakt kommen und dessen Bestand durch den massenhaften Einsatz von Pestiziden sowie der Erschließung von Landschaften – vor allem der Versiegelung von Feuchtgebieten – mindestens ebenso massiv dezimiert wird wie der der Bienen.



„Wir hatten alle möglichen Insekten in Betracht gezogen, um unsere Anliegen publik zu machen“, sagt Schnittmann. Letztendlich habe man sich aber gegen „Rettet die Hornissen!“ oder „Rettet die Schmeißfliegen!“ entschieden.

(BSCH/Foto: Von Judith A. Stoffer (uploaded by —gian_d 21:13, 2 February 2008 (UTC)) – http://wrbu.si.edu/SpeciesPage_IMAGES/IMAGES_HI-RES/IMAGES_HI_non-ANO/HI_non-ANO_A/CXpipSW1-56_hdl2.jpg in http://wrbu.si.edu/SpeciesPages_non-ANO/non-ANO_A-det/CXpip_A-det.html (Walter Reed Biosystematics Unit), Gemeinfrei, Link

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