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Feinstaub: Feuerwerksartikel dürfen erst nächstes Silvester wieder frei verkauft werden

Werden wir solche verwackelten Bilder von wild in die Luft geschossenen Raketen erst wieder zum nächsten Jahreswechsel sehen? Ja, wenn es nach dem Bundesumweltamt geht.


Dessau (EZ) | In der Silvesternacht wurden laut Umweltbundesamt 4500 Tonnen Feinstaub in die Luft geblasen. Deshalb ist jetzt für den Rest des Jahres Schluss: Raketen, Böller und bunte Knaller werden erst kurz vor dem nächsten Jahreswechsel wieder frei erhältlich sein. 

„Wir müssen einfach die Notbremse ziehen“, sagt Maria Krautzberger, die Leiterin der Behörde. „Unseren Messungen zufolge waren die Schadstoffwerte in der Silvesternacht einfach viel zu hoch. So kann das nicht das ganze Jahr über weiter gehen.“ Nur mit einem generellen Verkaufsverbot für Feuerwerksartikel an Privatpersonen ließen sich die europäischen Vorgaben zur Feinstaubbelastung in Schach halten – und damit die gesundheitlichen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt.



Die Behörde geht davon aus, dass in der letzten Nacht des Jahres 2018 erneut etwa 4500 Tonnen Feinstaub freigesetzt worden sind. „Ein ähnlich hoher Wert wie zum Jahreswechsel 2017/2018 wird auf jeden Fall erreicht worden sein, wenn nicht eher mehr“, sagt Krautzberger. „Das entspricht 15% der jährlich durch den Straßenverkehr ausgestoßenen Menge.“

Nun gilt also: Feuerwerkskörper wie Raketen und Böller werden in diesem neuen Jahr nur in der Zeit vom 28. bis zum 31. Dezember an Privatleute verkauft werden dürfen. Lediglich professionell organisierte Feuerwerke, ausgeführt von lizensierten Pyrotechnikern, dürfen außerhalb dieses Zeitraums stattfinden. Ob die Bundesbürger sich das bieten lassen werden?

Das Bundesamt bleibt dabei und sieht sich für Kritik gewappnet. „Wir hoffen, dass wir mit dieser Maßnahme die Feinstaubbelastung unter Kontrolle behalten können.“ Eine Feinstaubnacht wie vom 31. Dezember auf den 1. Januar dürfe sich im Jahr 2019 zumindest bis Silvester „auf keinen Fall wiederholen.“

(JPL/Foto: By ANKAWÜOwn work, CC BY-SA 3.0, Link)

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