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Hersteller von „Legalize it!“-T-Shirts fordern, am Cannabisverbot festzuhalten

So wie auf dieser Fotomontage sehen viele Aktivisten-T-Shirts aus.


Berlin (EZ) | Nach der legalisierung von Cannabisprodukten in Kanada sieht sich hierzulande eine ganze Branche in ihrer Existenz bedroht: Führende Hersteller von „Legalize it“-Produkten appellieren an die Politik, „bloß nicht“ am Cannabisverbot zu rütteln.

Seit gestern ist der Verkauf, Konsum und Anbau von Marihuana, Haschisch und anderen Cannabisprodukten in Kanada weitestgehend legal. Schon werden Rufe laut, dass Deutschland nachziehen solle. Dagegen formiert sich Widerstand. „Wenn jeder kiffen dürfte, weiß ich nicht mehr, was ich auf meine T-Shirts, Plakate und Buttons drucken soll,“ sagt Jasmin Hermanns, Geschäftsführerin eines Unternehmens, das seit zehn Jahren auf seinen Produkte die Freigabe von Cannabis fordert.



„Mit der Freigabe in Kanada kommt wieder Bewegung in diese Sache – und zwar ernsthafte Bewegung. Das können wir als Hersteller von ‚Legalize it‘-Merchandise nicht tolerieren“, schreiben betroffene Unternehmen in einem Brandbrief an diverse Ministerien. „Wir leben von der breiten gesellschaftlichen Forderung, Cannabiskonsum zu entkriminalisieren.“ Die Firmen gehen davon aus, dass im Falle der endgültigen Freigabe ihr Geschäftsfeld zusammenbricht.

„Wir glauben nicht, dass dann noch jemand unsere Qualitätswaren kaufen will.“ Man sei zwar sehr für öffentliche Debatten zum Thema. „Aber nun droht, ein Punkt erreicht zu werden, der tatsächliche Fakten schaffen könnte.“

Der Appell geht zunächst ans Bundesgesundheitsministerium, dessen Behörden die legale Verbreitung von Haschisch und Gras steuern. Es solle bei seiner bisherigen klaren Linie bleiben. „Immerhin sind Dutzende Arbeitsplätze in Deutschland bedroht!“

Einige Unternehmen aus der Branche allerdings wollen sich der Forderung nicht anschließen und versuchen stattdessen, künftig die Freigabe von anderen Drogen wie Heroin, Kokain, Amphetaminen oder LSD zu propagieren. Andere dagegen kündigten bereits an, zukünftig einfach „Forbid it“ oder „Illegalize it“ auf Ihre T-Shirts zu drucken, sollte das Verbot wirklich kippen.

(JPL/Foto: EZ Media unter Verwendung von: „Lto-icon-hempleaf“ von LordToranFeuille chanvre.svg. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons und „Nevyžehlené triko zelené zepředu“ von Juan de VojníkovEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

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