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Was ist nur aus seiner Stadt geworden? Türkischer Stadtgründer Chem Nitz dreht sich im Grabe um


Chemnitz (EZ) | 30. August 2018 | Was ist nur in seiner Stadt los? Nach den Ausschreitungen in Chemnitz, hat sich Gründungsvater Chem Nitz fassungslos und voller Empörung in seinem Grabe umgedreht.

Der türkische Einwanderer, der seinen Vornamen kurz nach Ankunft in Deutschland von Cem in Chem ändern ließ, hatte die sächsische Großstadt vor über 70 Jahren gegründet. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg kam Nitz mit seiner Familie nach Deutschland, um beim Wiederaufbau zu helfen. In der Türkei war er angesehener Kaufmann und Millionenerbe.



Schnell hatte er den Ruf als „Vater Sachsens“ inne, weil er auf einer brachen Fläche, so groß wie Chemnitz, zahlreiche Menschen aufnahm, die durch den Krieg alles verloren hatten und von Nitz versorgt wurden. Darunter viele ehemalige deutsche Soldaten und Nazis aus Nachbarstädten, aber auch Menschen anderer Nationen. Nitz träumte von einer „bunten Stadt“ im dunklen Herzen Deutschlands. Auch nach Gründung der DDR wenige Jahre später ließ er sich nicht von seinem Vorhaben, eine Stadt für alle Nationen zu erschaffen, abbringen.

In den darauf folgenden Jahren entstand auf dem riesigen Areal eine funktionierende Infrastruktur. Die Stadt Chemnitz war offiziell geboren.

Wie nun bekannt wurde, soll sich der Gründervater, der 1965 starb, ob des Verhaltens seiner Mitbürger der vergangenen Tage vor Empörung in seinem Grabe umgedreht haben.
Friedhofgänger berichten, wie immer wieder laute Flüche aus der Erde dringen wie „Was bilden die sich eigentlich ein?!“, „ICH habe ihre Großväter damals noch eigenhändigt gesund gepflegt“ und „Hatten die denn keinen Geschichtsunterricht??“

(JME/Foto: Philip RademacherOwn work, CC BY 3.0, Link)

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