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Damit Polizei sie nicht mehr versehentlich verprügelt: Juden sollen sich mit sternförmigem Abzeichen zu erkennen geben

Auf dieser Skizze der Polizei ist zu sehen, wie sich die Beamten den Kennzeichnungsbutton vorstellen.


Berlin/Bonn | 18. Juli 2018 | Vergangene Woche kam es zu einem peinlichen Fehler: Bonner Polizisten schlugen versehentlich auf das Opfer einer antisemitischen Attacke ein und verletzten den israelischen Professor.

Damit sich so ein Vorfall nicht wiederholen kann, hat sich die Polizei einen hübschen sternförmigen Button ausgedacht, der Juden künftig vor gefährlichen Missverständnissen bewahren soll (siehe Zkizze oben).



Zwar hat sich die Bonner Polizeipräsidentin sofort bei dem betroffenen Hochschullehrer entschuldigt, der in den USA lebt und von der Universität Bonn für einen Gastvortrag eingeladen war. Doch das Thema ließ die Polizei nicht mehr los. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir in Zukunft solche bedauerlichen Vorfälle vermeiden können“, sagt eine Sprecherin heute. „Wir können unsere Beamten noch so gut ausbilden: man sieht den Menschen nicht an, ob sie Juden sind.“ Die Behörden steckten da in einem Dilemma.

Daher hat man sich einen Button einfallen lassen, den Juden von nun an gut sichtbar auf der Kleidung tragen sollen. „Wir haben uns am Davidstern orientiert, einem allgemein bekannten Zeichen für das Judentum.“ Der Stern ist gelblich gefärbt und soll dadurch einen eleganten Eindruck machen bei gleichzeitiger Signalwirkung. Mit Blick auf die ihr bekannten Polizeibeamten fügte die Sprecherin hinzu, dass zur Sicherheit auch noch das Wort „Jude“ aufgedruckt wird.

Damit, ist die Polizei sicher, sollten Verwechslungen wie die in Bonn so gut wie ausgeschlossen sein. Bei dem Vorfall wurde der israelische Philosophieprofessor während eines Spaziergangs im Bonner Hofgarten von einem Palästinenser angegriffen und beschimpft. Die hinzugerufenen Polizeibeamten hielten bei ihrem Eintreffen das Opfer für den Täter und hielten es gewaltsam fest, wobei dem Professor mehrfach ins Gesicht geschlagen wurde.

An der bewährten Taktik, sich zu viert auf einen vermeintlichen Übeltäter zu stürzen, ihm die Luft abzuschnüren, brutal und mit Handschellen an jeglicher Bewegung zu hindern, mehrfach mit Fäusten zu traktieren, ihm auf der Wache die ärztliche Versorgung zu verweigern und ihn mit Drohungen am Melden der polizeilichen Behandlung zu hindern, will die Polizei nicht rütteln.

(JPL)

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