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„Quatscht ständig hinein, stört den Fahrer“ – Verkehrsminister fordert Abschaffung des Beifahrers


Berlin (EZ) | Wenn es nach Verkehrsminister Andreas Scheuer geht, soll es schon ab kommendem Jahr keinen Beifahrersitz mehr in Fahrzeugen geben. Grund ist die erhöhte Unfallgefahr, die durch das häufige verbale Eingreifen des Beifahrers ausgelöst wird.

Nach Aussagen des Verkehrsministers sei es 2017 zu 12.368 Unfällen auf deutschen Straßen gekommen, weil der Beifahrer den Fahrer abgelenkt hatte. „Der Autofahrer kann sich kaum auf den Verkehr konzentrieren, weil die Person auf dem Beifahrersitz ständig reinquatscht und ihn mit irgendwelchen Besserwissertipps verunsichert“, so Scheuer heute Vormittag auf einer Pressekonferenz.



„Genauso wie das Telefonieren während der Autofahrt untersagt ist, sollte daher auch der Beifahrer verboten werden“. Deshalb fordert der CSU-Politiker die offizielle Abschaffung des Beifahrersitzes zum 1. Januar 2019.

In der Öffentlichkeit stößt Scheuers Vorschlag auf überwiegend positive Resonanz. Vor allem viele Paare freuen sich zukünftig darauf, in Ruhe von A nach B zu fahren.

In einem späteren Schritt soll EU-weit durchgesetzt werden, dass der Fahrer mittels einer undurchsichtigen Vorrichtung von der Rückbank getrennt ist.

(JME/Foto: By Fotograf Studio Weichselbaumer, CC BY-SA 3.0, Link)

Erstmals veröffentlicht am 11.05.2017