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Kampf gegen „Schleicher“: Verkehrminister kündigt Blitzer für zu langsames Fahren an

3. Mai 2018 ·

Wer zukünftig langsamer als vorgeschrieben fährt, muss Strafe zahlen.
Wer zukünftig langsamer als vorgeschrieben fährt, muss Strafe zahlen.

Berlin (EZ) | Autofahrer aufgepasst: Wer demnächst auf deutschen Straßen zu langsam unterwegs ist, wird ab dem 1. September zur Kasse gebeten. Wie das Verkehrministerium heute Vormittag bekannt gab, sollen zukünftig nicht nur die sogenannten Raser geblitzt werden, sondern auch die „Schleicher“. Grund ist eine neue Unfallstatistik, wonach 20 Prozent aller Verkehrsunfälle auf zu niedriges Tempo zurückzuführen sind.

Wer demnächst statt der vorgeschriebenen 50 km/h innerorts nur 40 Stundenkilometer fährt, muss ab dem 1. September 15 Euro Strafe bezahlen. Selbiges gilt in den 30er-Zonen. Wer dort statt 30 sogar nur mit 10 km/h unterwegs ist, bekommt neben einem Bußgeld über 35 Euro auch noch einen Punkt in Flensburg.

„Wir wollen die Schleicher auf Deutschlands Straßen auf diese Weise dazu bringen, rücksichtsvoller am Verkehrsgeschehen teilzunehmen und wieder mehr aufs Gaspedal zu treten“, so Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) heute Vormittag in Berlin. Immer häufiger komme es zu Auffahrunfällen oder Staubildungen, weil ein Autofahrer statt Tempo 70 nur 50 fährt.

Aus diesem Grund sollen ab September nicht nur die sogenannten Raser geblitzt werden, sondern auch all jene, die mindestens 5 km/h unter der erlaubten Geschwindigkeit liegen. Dabei spiele es laut Scheuer auch keine Rolle mehr, dass es sich bei den Temposchildern bisher um die erlaubte Maximalgeschwindigkeit handelte. „Zukünftig zeigen sie sowohl das minimale als auch das maximale Tempo an, das gefahren werden muss. Darunter ist verboten!“

Besonders hart trifft es in Zukunft die Schleicher auf den Autobahnen. Wer dort mit 110 oder gar 80 Stundenkilometer erwischt wird, muss nicht nur ein ordentlichen Bußgeld zahlen und bekommt 2 Punkte. Auch seinen Führerschein ist er dann für mindestens vier Wochen los.
Ob diese Regel jedoch auch LKW-Fahrer betrifft, muss laut Scheuer noch geklärt werden.

 (JME)

Erstmals veröffentlicht am 07.05.14


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