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Gericht beendet Kämpfe in Syrien, nachdem Tierschützer seltenen Käfer entdeckten


Damaskus (EZ) | In den Krisengebieten in Syrien haben Tierschützer den seltenen und geschützten Juchtenkäfer (Osmoderma eremita) nachgewiesen. Ein Gericht untersagte daraufhin weitere Kämpfe.

Anfang März hatten Umweltschutzaktivisten in der umkämpften Region Ost-Ghouta Exemplare des seltenen Käfers nachgewiesen. Daraufhin haben Experten der Universität Damaskus empfohlen, alle Kämpfe zwischen Oppositionellen und Regierungstruppen einzustellen, um den Bestand des Käfers zu schützen.



Zunächst haben alle Kriegsparteien die Existenz des Käfers ignoriert, woraufhin mehrere Bürger eine Klage bei einem Gericht in der Hauptstadt Damaskus einreichten.

Das Urteil des Gerichts untersagt nun alle Kampfhandlungen. Damit endet ein Konflikt zwischen Rebellen, Islamisten, regionsfremden Kriegsparteien sowie Machthaber Bashar al-Assad, der seit März 2011 tobte und mehreren tausend Käfern das Leben kostete.

Sowohl Rebellen als auch Assad wollen nun in Revision gehen. Beide Parteien verdächtigen die jeweils andere Seite, den Käfer aus Süddeutschland eingeführt zu haben, um auf diesem Wege das Ende der Gewalt zu erzwingen.

Die Vereinten Nationen zeigten sich in einer ersten Reaktion erfreut über das lang herbeigesehnte Ende der Kämpfe. „Man muss manchmal nur die richtigen Argumente finden“, so ein offizieller Sprecher.

(JME/Foto: By Stanislav Snäll – https://dina-web.net/naturalist/species/2abb45b3-4c86-4a69-b8a2-e21846fbff59, CC BY 3.0, Link)