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6% mehr Pünktlichkeit und Freundlichkeit: Gewerkschaft der Bürger plant Streiks gegen öffentlichen Dienst

5. April 2018 ·

Berlin/Düsseldorf | Die Gewerkschaft der Bürger in Deutschland (GBD) hat für die kommende Woche bundesweite Streiks angekündigt. Ziel sind 6% mehr Freundlichkeit, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und angemessenere Öffnungszeiten im öffentlichen Dienst.

Die Verhandlungen stocken, jetzt wird mit Streik gedroht: Kommende Woche sollen die in Deutschland lebenden Bürger an drei Tagen den öffentlichen Dienst nicht nutzen.

Damit will die GBD ihren Forderungen Nachdruck verleihen, die Freundlichkeit, Pünktlichkeit, Öffnungszeiten und Verlässlichkeit der Behörden und Ämter um 6% zu erhöhen.

„Wir sind es wert“, lautet die Parole der Bürger. Der Gewerkschaftsführer ergänzt auf einer Kundgebung heute Morgen in Düsseldorf: „Wir sind es wert, dass man uns Bürgern freundlich im Finanzamt begegnet! Wir sind es wert, dass Bescheide innerhalb der Frist bei uns eingehen! Wir sind es wert, dass Ämter und Behörden zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten geöffnet haben und wir uns nicht zwei Tage frei nehmen müssen, um ein Auto anzumelden!“

Die Forderungen seien sogar noch moderat, so die GBD: „Wir wollen nur 6% Steigerung bei den genannten Punkten, das wird ja wohl drin sein! Vor allem mit Blick auf die seit Jahren gute Konjunktur!” Die letzte Freundlichkeits- und Höflichkeitserhöhung wurde im Jahr 1991 vereinbart, damals gingen dem Warnstreiks voraus. “Verlässlichkeit” und “Öffnungszeiten” waren damals nicht Gegenstand der Forderungen.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) wies die Forderungen schroff zurück und forderte seinerseits die Gewerkschaft auf, den Streik abzublasen. Vor allem die Punkte „Höflichkeit“ und „Verlässlichkeit“ seien mit ihm nicht zu machen.

(JPL/Foto: By Frank Vincentz – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18973628)

Erstmals veröffentlicht am 27.04.2016


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